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Schlagwort: Spätsommer

  • Klare Tomatensuppe, vegan mit Basilikumnocken

    Klare Tomatensuppe, vegan mit Basilikumnocken

    In meinem Rezept für klare Tomatensuppe mit Basilikumnocken feiere ich die Tomatensaison. Man muss es einfach ausnutzen, dass die kleinen roten, aromatischen Früchte noch bis in den Oktober hinein erntebereit sind. Hier als klare Suppe, die perfekt als Vorsuppe für Mehrgangmenüs geeignet ist.

    Als kleine Bissen habe ich je drei gehäutete Cherrytomaten in die Suppe gegeben. Dafür gibt es die Suppeneinlage anbei: vegane Grießnocken mit Basilikum. Diese Kräuternocken harmonieren wunderbar mit den säuerlich-fruchtigen Aromen der klaren Suppe.

    Als Topping habe ich noch ein Tomatensegel gesetzt. Mein Rezept für Tomateleder haben von Euch ja schon einige ausprobiert und ich habe tolles Feedback dafür erhalten. Vielen lieben Dank! Und für meine klare Tomatensuppe nutze ich das leckere Gemüseleder, um der Suppe ein Segel aufzusetzen. Das sieht nicht nur schön aus, es ergibt auch eine bissfesste Einlage, die noch mehr Tomatenaromen hinzu fügt, aber mit überraschender Konsistenz.

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    Zutaten für 6-8 Portionen Klare Tomatensuppe:

    Klare Tomatensuppe, vegan:

    1 kg Tomaten, reif
    1 (400 g) Dose geschälte Tomaten
    2 EL Tomatenmark
    1 l Brühe
    1/8 Sellerie, gewürfelt
    1 Möhre, gewürfelt
    1 Zwiebel
    1/2 TL Oregano, getrocknet
    1 Zweig Thymian
    1 Zweig Rosmarin
    Salz
    Pfeffer
    Etwas Olivenöl

    Basilikumnocken:

    Ca. 20 Blätter Basilikum, fein gehackt
    650 ml Sojamilch
    200 g Weichweizengrieß
    1 EL Kichererbsenmehl (oder Sojamehl), verrührt mit 2 EL Wasser
    1/2 TL Salz
    1 Pr. Pfeffer
    1 Pr. Kalak Namak

    Optional:

    Tomatenleder
    Cherrytomaten, blanchiert und gehäutet
    Brotscheiben, ich hatte hier geröstetes Baguette, belegt mit frisch gesammelten Wildpilzen

    Zubereitung:

    Tomatensuppe, geklärt:

    Einen Topf mit heißem Wasser zum Kochen bringen. Dafür die Tomaten kreuzförmig einritzen. Im kochenden Wasser blanchieren, dann vorsichtig häuten.

    Die Tomaten mit den Dosentomaten und dem Tomatenmark pürieren. Dabei sollte eine flüssige Tomatensauce ohne Stückchen entstehen.

    Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Dann das gewürfelte Gemüse vorsichtig darin anrösten. Es sollte leicht bräunlich werden, aber nicht anbrennen.

    Die Brühe mit den pürierten Tomaten und dem angebratenen Gemüse zum Kochen bringen. Etwa 20 Minuten köcheln lassen, dann auch die Kräuter hinzu fügen. Weitere 15 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Die Suppe vom Herd nehmen und ein Sieb mit einem Abseihtuch auslegen. Die Suppe nun abseihen und die Flüssigkeit auffangen. Erneut vor dem Servieren aufkochen. Sollte die Suppe noch zu viele Schwebstoffe enthalten, erneut abseihen.

    Vegane Grießnocken mit Basilikum:

    Für die veganen Grießklößchen die Sojamilch zum Kochen bringen. Dann Grieß, Salz, Pfeffer, Kalak Namak und zum Schluss das Kichererbsenmehl und das Basilikum einrühren.
    Zwei bis drei Minuten vorsichtig und unter ständigem Rühren köcheln. Anschließend in einer Schüssel auskühlen und fest werden lassen.

    Mit einem großen Löffel Grießnocken ausstechen. Wenn Ihr lieber runde Klößchen willst, könnt Ihr die Grießstücke noch ein wenig in der Hand zu Kugeln rollen.

    Die heiße, klare Tomatensuppe mit den Basilikumnocken servieren. Ich habe noch ein Segel aus Tomatenleder, sowie blanchierte Cherrytomaten hinzu gefügt.

    Guten Appetit!

  • Tomatenleder – ein gesunder Snack – vielseitig einsetzbar

    Tomatenleder – ein gesunder Snack – vielseitig einsetzbar

    Tomatenleder – ein einfacher, gesunder Snack, der vielseitig als Zutat einsetzbar ist. Schonend im Dörrautomat getrocknet bleiben alle Aromen der Tomaten erhalten. Eine herzhafte Form des Fruchtleders, pikant gewürzt und voller Umami.

    Auf den Fotos seht Ihr das Tomatenleder als Amuse Bouche. In Form kleiner Bonbons, gefüllt mit selbstgemachtem, veganen Mozzarella und Basilikumblättern. Gebunden habe ich die herzhaften Bonbons mit Schnittlauch. Das ganze Bonbon ist somit essbar. Mit meinem würzigen Tomatenleder als Bonbonpapier. Ein perfektes Amuse Gueule für die gehobene vegane Küche. Überraschend aromatisch und optisch ein echter Hingucker. Der Klassiker Tomate Mozzarella, neu interpretiert und 100% plant based. Ein ganz besonderer Bissen und Magenöffner.

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    Außerdem habe ich das Tomatenleder auf meinen veganen Hamburgern verwendet. Für diese habe ich herrlich softe Buns mit Tangzhongteig gebacken und eine vegane Fetacreme gemacht. Für die Creme habe ich einfach einen gekauften veganen Veta mit 1 EL Zitronensaft, etwas Salz, Thymian, Basilikum und Rosmarin püriert.
    Das Tomatenleder kontrastiert die fluffigen Buns mit seinem besonderen Biss und verleiht den Burgern ein zusätzliches, tiefes Aroma.

    Übrigens, mein Tomatenleder ist auch perfekt für Campingausflüge, Wanderungen und andere Outdooraktivitäten. Es hat kaum Gewicht oder Packmaß und lässt sich dadurch prima als kleiner herzhafter Snack zwischendurch essen. Man kann es sogar in heißer Brühe zur einer leichten Tomatensuppe auflösen.

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    Zutaten für 4 Blätter Tomatenleder:

    1,5 kg reife Tomaten, gewürfelt
    5 EL Tomatenmark
    1 EL Flohsamenschalen
    1 TL Salz
    1/2 TL Pfeffer
    1 TL Basilikum, getrocknet
    1 TL Oregano, getrocknet

    Zubereitung:

    1. Alle Zutaten in der Küchenmaschine oder mit einem Pürierstab zu einem feinen, stückchenfreien Brei pürieren.
    2. Die Tomatenmasse auf Silikonmatten oder Backpapier auf kleinen Blechen, die in den Dörrautomat passen, ausstreichen. Die Tomatenschicht sollte dabei ca. 3-4 mm dick sein.
    3. Im Dörrautmat bei 50° für 6 Stunden dörren. Alternativ könnt Ihr auch den Backofen auf 50° erhitzen und das Tomatenleder darin trocknen, die Dörrzeit kann sich dabei jedoch verlängern. Außerdem solltet Ihr einen Kochlöffelstiel in die Ofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
    4. Das Tomatenleder kann luftdicht verpackt mehrere Wochen, vakuumiert auch monatelang, aufbewahrt werden. Man kann es daher sehr gut vorbereiten und für viele Speisen verwenden.

    Guten Appetit!

  • Fingerleckende Pflaumen-Käsekuchen-Schnecken

    Fingerleckende Pflaumen-Käsekuchen-Schnecken

    Über den Tellerrand hinaus zu blicken ist eigentlich eine sehr gute Sache. Aber nicht, wenn eine Pflaumen-Käsekuchen-Schnecken darauf liegt! Dann kann man gar nicht weg gucken, muss sofort zugreifen und dieses leckere Teilchen mit großen Bissen im Mund verschwinden lassen!

    Jetzt im August beginnt die Zwetschensaison. Und was gibt es Leckeres als die saisonalen Früchte zu frischem Gebäck zu verarbeiten? Hier als schön glänzende, cremige Käsekuchenschnecken, mit fluffig-weichem Hefeteig. Köstlich!

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    Zutaten für 12 Pflaumen-Käsekuchen-Schnecken:

    400 g Pflaumen oder Zwetschen, geviertelt und entkernt
    100 g Aprikosenmarmelade

    Vegane Käsekuchenfüllung:

    400 g veganer Quark oder Skyr
    2 Pkg Vanille-Puddingpulver
    250 ml vegane Sahne
    50 g Puderzucker
    1 EL Vanillezucker

    Teig:

    550 g Mehl
    1 Würfel Hefe, frisch
    250 ml Sojamilch, lauwarm
    100 g Zucker
    1/2 TL Salz
    100 g vegane Butter oder sehr feste Margarine, weich

    Zubereitung:

    Teig:

    Das Mehl in eine große Schüssel geben. In die Mitte eine tiefe Mulde drücken und die frische Hefe hinein bröseln. Ein EL des Zuckers darüber geben und ca. 50 ml der lauwarmen Sojamilch darauf gießen.
    10-15 Minuten gehen lassen.
    Mit den restlichen Zutaten gründlich und lange zu einem weichen Hefeteig verkneten. Bei Bedarf noch etwas mehr Mehl einkneten. Der Teig sollte nicht mehr stark an den Fingern kleben, aber noch sehr gut knetbar sein.
    Den fertigen Hefeteig abgedeckt an einem ruhigen, warmen Ort für 1 Stunde gehen lassen.

    Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche rechteckig ca. 1/2 cm dick ausrollen.

    Füllung:

    Puddingpulver, Puderzucker, Vanillezucker, Quark und Sahne miteinandner verrühren. Danach unter ständigem Rühren zu einem Pudding aufkochen. Sofort nach dem Aufköcheln, noch heiß, gleichmäßig und vorsichtig auf dem veganen Hefeteig ausgießen. Die Puddingmasse mit einem Löffel glatt streichen. Ca. 15 Minuten erkalten und fester werden lassen.

    Schnecken formen und backen:

    Den Ofen auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen.

    Den Teig mit der Käsekuchenfüllung vorsichtig zu einer dicken Rolle rollen. Nun mit einem scharfen Messer in 12 Scheiben teilen. Diese mit Abstand auf 2-3 Backbleche mit Backpapier verteilen. Die Pflaumenviertel leicht in die Füllung drücken und dabei auf den Hefeschnecken verteilen.
    Die Backbleche jeweils 15-20 Minuten mittlerer Schiene backen.

    Die Aprikosenmarmelade erhitzen bis sie flüssig ist. Dann die frisch gebackenen Schnecken damit einpinseln.

    Pflaumen-Käsekuchen-Schnecken auf einem Kuchenrost erkalten lassen.

    Guten Appetit!

  • Matcha Limetten Eistee mit Thymian und Lavendel

    Matcha Limetten Eistee mit Thymian und Lavendel

    Mein Lieblingsdrink im Sommer: Matcha Limetten Eistee mit Thymian und Lavendel!

    Die perfekte Erfrischung! Aufmunternder, grüner Matchatee trifft auf spritzige Limette. Gepaart mit der tiefen Würze von Thymian und dem sonnigen Aroma frischen Lavendels.

    Matcha Limetten Eistee in einem Weingals und in einer Karaffe
    Aufmunternder, grüner Matchatee trifft auf spritzige Limette

    Matcha Limetten Eistee ist ganz schnell und einfach zubereitet

    Dieser köstliche, selbstgemachte Eistee ist ganz schnell und einfach zubereitet! Genau das Richtige bei anhaltender Sommerhitze. Ohne Alkohol und ohne Industriezucker. Aus frischen, gesunden Zutaten.

    Selbstgemachter Eistee ist am aromatischsten mit selbstgeerntetem Thymian und Lavendel

    Ich habe im August 2020 zwei Wochen in der Provence für ein internationales Künstler*innenprojekt gekocht. Während dieser Reise habe ich auf einer Wanderung im Petit Luberon viel Thymian selbst gepflückt. Der aromatischste und leckerste Thymian den ich je hatte! Eine violette Sorte, die in Berührung mit heißem Wasser wieder grün wird. Aufgrund dieses köstlichen Thymians habe ich, als ich wieder in Deutschland zurück war, diese leckere Sommerlimo entwickelt.
    Der Lavendel stammt dieses Mal nicht aus der Provence, auch wenn er dafür typisch ist, sondern vom Balkon eines Freundes. Frisch und duftend, direkt vom Strauch!

    Mehr Rezepte für vegane Drinks

    Falls Dir dieses Rezept gefällt, probiere doch auch mal meine anderen Rezepte für leckere, vegane Getränke aus. Stöbere dafür am besten durch meine Kategorie „Getränke“ oder nutze direkt diese Rezepte hier:

    Zitronenmelissenluft auf selbtgemachtem Matcha Limetten Eistee.
    Zitronenmelissenluft auf selbstgemachtem Matcha Limetten Eistee.

    Zeige mir Deinen Matcha Limetten Eistee

    Folge mir gerne auf Instagram oder FacebookUnd ich freue mich riesig, wenn Du meinen Matcha Limetten Eistee zubereitest und ein Foto davon postest, auf welchem Du meinen Account markierst. Denn ich finde es immer richtig toll und aufregend zu sehen, wie meine Rezepte in anderen Küchen zubereitet wurden!

    Matcha Limetten Eistee – die Zubereitung in Bildern

    Hier zeige ich Dir Schritt für Schritt auf Fotos wie ich den Matcha Limetten Eistee zubereite. Danach geht es direkt weiter mit dem Rezept.

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    Zutaten für 2 l Matcha Limetten Eistee:

    1 TL Matchapulver
    3 Limetten (Bio, unbehandelt)
    1 großer Zweig Thymian, frisch oder getrocknet
    1 TL Lavendelblüten, frisch oder getrocknet
    3 EL Rohrzucker
    200 ml Wasser

    Eiswürfel
    1,8 l kaltes Wasser (oder Sprudelwasser)

    Zubereitung:

    1. 200 ml Wasser aufkochen.
    2. Den Thymianzweig und die Lavendelblüten in eine kleine Schüssel legen und dann mit dem kochenden Wasser übergießen.
    3. 3 Minuten ziehen und abkühlen lassen.
    4. Nun den Thymianzweig entfernen.
    5. Anschließend auch das Matchapulver in das heiße Wasser einrühren. Dabei kräftig umrühren, das geht am besten mit einem kleinen Schneebesen oder einem Bambusbesen.
    6. Dann die Eisteeessenz durch ein Teesieb in eine Karaffe absieben.
    7. Den Saft von 2 Limetten und den Rohzucker ebenfalls in die Karaffe geben.
    8. Umrühren, bis der Rohzucker sich vollständig aufgelöst hat. Die dritte Limette in Scheiben schneiden und ebenfalls dazu geben.
    9. Zum Schluss mit dem kalten Wasser aufgießen und kräftig durchrühren.
    10. Die vegane Limonade im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält sie mehrere Tage.
    11. Vor dem Servieren Eiswürfel dazu geben und genießen!

    Lass es Dir schmecken!

  • Seitanrouladen mit dunkler Pfifferlingsauce, Selleriepommes und gebratenen Radieschenschoten

    Seitanrouladen mit dunkler Pfifferlingsauce, Selleriepommes und gebratenen Radieschenschoten

    Sommerlich mit Mairübchen und Lauchzwiebeln gefüllte, gegrillte Seitanrouladen! Aromatisch mariniert, würzig und lecker, mit köstlichen Raucharomen. Übergossen mit herzhafter, dunkler Pfifferlingsauce. Serviert auf einem knackigen, frischen Rucola-Sauerampferbett.

    Dazu eine würzige Abwechselung in der Frittenlandschaft: krosse Selleriepommes aus dem Ofen. Würzig, herzhaft und lecker! Anbei ein paar gebratene Radieschenschoten. Das sind die Samenkapseln ausgetriebener Radieschen. Knackig und leicht scharf.

    Wusstest Du, dass man Radieschenschoten essen kann? Ich nutze sie auch gerne in dieser Salatbeilage.

    Das Vleisch meiner Seitanrouladen ist sehr fest und bissig, ähnlich wie bei Rinderrouladen. Wenn Du nach extrem zarten Fleischersatz aus Seitan suchst, empfehle ich Dir meine Seitanfilets.
    Das finde ich das Tolle an Seitan, man kann ihn geschmacklich und von der Konsistenz einfach so gestalten, wie man es gerade braucht. Selbstgemachter Seitan ist somit nicht nur sehr proteinhaltig, sondern er ist auch ganz flexibel anwendbar für viele Gerichte. Weitere Seitanrezepte findest Du hier.

    [modula id=“35755″]

    Zutaten für 6 Portionen Seitanrouladen:

    Seitanrouladen:

    Für die Brühe:

    2 l Brühe
    8 Knoblauchzehen, gehackt
    2 EL Sojasauce
    3 EL Ingwer, gerieben

    Seitan:

    300 g Seitan-Fix (Weizenkleber, Seitanmehl)
    2 geh. EL Kichererbsenmehl
    2 geh. EL Hefeflocken
    1 kleine Rote Beete, roh, geschält und gewürfelt
    1/2 rote Zwiebel, gewürfelt
    1 EL Tomatenmark
    150 ml Wasser
    50 ml Rotwein
    1 TL Marmite
    1 EL Sojasauce
    Einige Tropfen rote, vegane Lebensmittelfarbe

    Marinade:

    3 EL Hoisin-Sauce (Asialaden)
    1 EL Sojasauce (Asialaden)
    1 EL Creme de Balsamico
    50 ml Rotwein
    1 TL Sriracha-Sauce (Asialaden)
    1 Knoblauchzehe, gepresst
    2 TL Ingwer, gerieben
    1 TL Sesamöl (Asialaden)
    1/2 TL Liquid Smoke
    1 TL Zucker

    2-3 Lauchzwiebeln, in Streifen, 8-10 cm lang
    1 Mairübchen, in dünnen Streifen

    Dunke Pfifferlingsauce:

    300 g Pfifferlinge, geputzt
    3 Schalotten, gewürfelt
    100 ml Rotwein
    400 ml dunkle Bratensauce, selbstgemacht oder gekauft
    Albaöl
    Salz
    Pfeffer

    Selleriepommes:

    Ca. 800 g Sellerieknolle
    3 EL Olivenöl
    1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
    1 TL Salz
    1/4 TL Pfeffer
    1/2 TL Thymian
    1/2 TL Oregano

    Gebratene Radieschenschoten:

    1 handvoll frische Radieschenschoten
    1/2 TL Chiliflocken
    Salz
    Pfeffer
    Öl

    1 handvoll Rucola, frisch
    1 handvoll Sauerampfer, frisch

    Zubereitung:

    Seitanrouladen:

    Seitanfleisch selber machen:

    Zuerst die Brühe zum Kochen bringen. Während dessen das Seitanfleisch vorbereiten.

    Für den Seitan das Seitan-Fix mit dem Kichererbsenmehl und den Hefeflocken vermengen.
    Wasser, Rotwein, Sojasauce, Marmite und Lebensmittelfarbe mit der roten Beete pürieren, bis keine Stückchen mehr vorhanden sind. Dann ungefähr 3/4 der Flüssigkeit mit den Händen in das Seitanpulver kneten. Nach und nach mehr Flüssigkeit einkneten, bis ein fester, zäher Teig entstanden ist. Am besten geht das mit Gummihandschuhen, wegen der Farbe. Nun das Seitan-Fix-Gemisch für einige Minuten kräftig durchkneten.
    Den Teig zu einem Klumpen kneten und diesen in eine möglichst längliche Form ziehen und drücken. Dabei sollte der Seitanlaib ungefähr 25 cm lang und 10 cm breit werden.

    Den Seitan locker mit Alufolie umwickeln, dann in einen Dünsteinsatz geben und für 45 Minuten über der Brühe dünsten. Anschließend ausgepacken und den Seitan in die Brühe geben. Sofort vom Herd nehmen und den Seitan komplett in der Brühe auskühlen lassen.

    Vegane Rouladen zubereiten:

    Wenn der Seitan abgekühlt ist, alle Zutaten für die Marinade in einer breiten, flachen Schüssel verrühren.

    Sobald der Seitan kalt ist, ist es Zeit die veganen Rouladen vorzubereiten.

    Dafür den Seitan längs in maximal 0,5 cm dicke, lange Scheiben schneiden. Der Seitanlaib sollte dabei 6-8 Scheiben ergeben. Diese müssen so dünn sein, das sie sich gut aufwickeln lassen, dennoch sollten sie noch eine gewisse Dickfleischigkeit vorweisen. Ungefähr einen knappen halben Zentimeter finde ich dafür ideal.

    Sobald Du die Scheiben fertig hast, lasse diese für eine Stunde oder länger in der Marinade ziehen. Zwischendurch 2-3 Mal wenden.

    Ein Stück Seitan nehmen und auf einen Teller legen. Einige Lauchzwiebel- Mairübchenstreifen darauf legen und den Seitanstreifen um das Gemüse herum einrollen. Mit 2 Zahnstochern durchstechen, um die Rollen zusammen zu halten. Die Enden der Lauchzwiebeln sollen dabei an den Seiten leicht heraus gucken.

    Eine Grillpfanne einölen und auf mittlerer Hitze erwärmen. Notfalls geht auch eine normale Pfanne, die spendet jedoch weniger Röstaromen.
    Die Rollen rundum in der Grillpfanne anbraten, bis man die Grillstreifen der Pfanne gut auf der veganen Roulade sieht.

    Dunke Pfifferlingsauce:

    Etwas Albaöl in einer Pfanne erhitzen, dann die Pfifferlinge und Schalottenwürfel darin anbraten. So lange braten, bis die Pilze und Zwiebeln leicht kross und bräunlich werden. Salzen und Pfeffern.
    Anschließend mit Rotwein ablöschen, dann auch die Bratensauce dazu geben. 15 Minuten köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren.

    Gebratene Radieschenschoten:

    Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen, dann die Radieschenschoten darin scharf anbraten. Die Chiliflocken dazu geben. Salzen und pfeffern.

    Selleriepommes:

    Den Backofen auf 220° Ober- und Unterhitze vorheizen.

    Die Sellerieknolle schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Diese anschließend in ca. 1 cm dicke Streifen teilen.

    Das Olivenöl mit den Gewürzen und Kräutern vermengen und die Selleriefritten darin wenden. Die frisch gewürzten Selleriestangen auf einem Backblech mit Backpapier verteilen. Für ungefähr 30 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen backen. Zwischendurch 1-2 Mal wenden. Die Selleriepommes sollten am Ende der Backzeit goldbraun und leicht knusprig sein.

    Die veganen Rouladen auf einem Bett aus Rucola und Sauerampfer anrichten. Dann auch die dunkle Pfifferlingsauce darüber geben. Jetzt nur noch mit den Selleriepommes und gebratenen Radieschenschoten anrichten und servieren.

    Guten Appetit!

  • Riesenbovistschnitzel an Drillingen und Cassis-Zwiebelsauce

    Riesenbovistschnitzel an Drillingen und Cassis-Zwiebelsauce

    Heute gibt es Riesenbovistschnitzel! Bei unserem Ausflug in die Natur gestern hatten wir richtig Glück! Am Rand einer Kuhweide wuchsen mindestens 20 Riesenboviste! Der Riesenbovist ist ein großer, weißer Pilz, der im Spätsommer und Herbst manchmal auf Weiden, Wiesen und an Waldrändern zu finden ist.
    Vier Stück nahmen wir mit, sie wogen 7,5 kg, 1,8 kg, 700 g und 450 g.

    Und Ihr bekommt jetzt meine leckeren Rezepte mit Riesenbovisten!
    Angefangen mit diesen Riesenbovistschnitzeln. Die Pilzschnitzel habe ich außen schön knusprig und würzig paniert, innen haben sie ganz zartes, aromatisches, weißes Pilzfleisch. Dazu ein kräftiges Sößchen aus in Cassis geschmorten, roten Zwiebeln. Anbei Salzkartoffeln. Einfach gemacht und unglaublich lecker. Ein Traum!

    Falls Ihr auch Pilze suchen wollt: bitte immer nur Pilze sammeln und essen, die Ihr zu 100% bestimmen könnt. Im Zweifelsfall eine*n Pilzexpert*in zu Rate ziehen oder auf das Essen verzichten. Der Riesenbovist ist zum Beispiel ein guter Anfängerpilz, da man ihn kaum verwechseln kann. Mehr über heimische Speisepilze erfahrt Ihr hier.

    [modula id=“27092″]

    Zutaten für 4 Portionen Riesenbovistschnitzel:

    Riesenbovistschnitzel:

    4 Scheiben Riesenbovist, ca 1 cm dick
    Panade:
    4 geh. EL Kichererbsenmehl
    150 ml Wasser
    1/2 TL Zwiebelpulver
    1/2 TL Paparika, rosenscharf
    1 TL Salz
    1/2 TL Pfeffer

    Mehl
    Paniermehl
    Albaöl

    Cassiszwiebelsauce:

    4 rote Zwiebeln, in Streifen geschnitten
    5 EL Cassis (Johannisbeerlikör)
    2 EL Mehl
    200 ml Brühe
    100 ml vegane Sahne
    1 EL Apfelessig
    ½ TL Thymian, getrocknet
    ½ TL Paprikapulver, edelsüß
    Salz
    Pfeffer
    Albaöl

    1 kg Drillinge

    Zubereitung:

    Riesenbovistschnitzel:

    Einen kleinen bis mittelgroßen Riesenbovist in Scheiben schneiden. Die Haut abziehen.
    Alle Zutaten für die Panade verrühren und eine Panierstraße aufbauen. Die Schnitzel erst in Mehl, dann in der Panade und zuletzt im Paniermehl wenden. Sollten die Bovistscheiben nicht vollständig mit Panade bedeckt sein, kannst Du sie erneut in den in die flüssige Panade tunken und ein zweites Mal in Paniermehl wenden.
    Albaöl in einer Pfanne erhitzen und die Pilzschnitzel von beiden Seiten knusprig anbraten.

    Cassiszwiebelsauce:

    Etwas Albaöl in einer tiefen Pfanne erhitzen, die Zwiebeln mit etwas Salz glasig braten. Mit dem Cassis ablöschen und weiter schmoren, bis alle Flüssigkeit absorbiert ist und die Zwiebeln schön karamellisiert sind. Das mehl einrühren. Mit der Brühe und der veganen Sahne auffüllen. Apfelessig, Thymian und Paprikapulver einrühren. Einige Minuten simmern lassen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Die Kartoffeln in Salzwasser gar kochen.

    Riesenbovistschnitzel mit Cassiszwiebelsauce und Pellkartoffeln servieren.

    Guten Appetit!

  • Kräuterseitlinge in Cornflakespanade an Brombeer-Vogelbeer-Kochbirnen-Chutney

    Kräuterseitlinge in Cornflakespanade an Brombeer-Vogelbeer-Kochbirnen-Chutney

    Ein ganz ganz köstlicher, knuspriger, fruchtiger Snack: Kräuterseitlinge in krosser Cornflakespanade an Brombeer-Vogelbeer-Kochbirnen-Chutney.
    Herzhaft lecker. Aus regionalen, saisonalen Zutaten. Teilweise selbstgesammelt, direkt aus der Natur.

    Vogelbeeren haben viele Menschen noch nie gegessen und ihr leicht bitterer Geschmack schmeckt nicht allen. Ich finde ihn, besonders in Chutneys, jedoch sehr gelungen. In diesem Rezept verarbeite ich die frisch gepflückten Vogelbeeren in Kombination mit süß-sauren Brombeeren und Kochbirnen. Daraus koche ich ein Chutney, das ganz vorzüglich zu vielen herzhaften Speisen passt.

    Wenn Ihr aber zum Beispiel keine Preiselbeeren wegen deren Bitterkeit mögt, ist es relativ wahrscheinlich, dass Euch die Vogelbeeren auch nicht schmecken.
    Dann empfehle ich Euch die panierten Kräuterseitlinge mit anderen Chutneys oder Dips zu genießen. Zum Beispiel mit meinem Aprikosen-Fliederbeer-Chutney oder Tomaten-Aioli-Dip.

    Das Gerücht, dass Vogelbeeren giftig sind, hält sich leider sehr hartnäckig. Dabei wurde früher sogar sehr gesunde Babynahrung daraus hergestellt. Allerdings enthalten die rohen Beeren der Eberesche Parasorbinsäure, die zu Magenproblemen führen kann. Durch Kochen wird die Parasorbinsäure zu Sorbinsäure abgebaut, die gut verträglich ist. Gekochte Beeren können daher auch in größeren Mengen gegessen werden. Selbst nach dem Kochen haben Vogelbeeren noch einen sehr hohen Vitamin C Gehalt.

    [modula id=“26975″]

    Zutaten für 4 Portionen:

    Kräuterseitlinge in Cornflakespanade

    4 Kräuterseitlinge, in ca. 0,3-0,5 cm dicken Scheiben
    Etwas Mehl
    4 geh. EL Kichererbsenmehl
    150 ml Wasser
    1 TL Salz
    1/4 TL Pfeffer
    1/2 TL Zwiebelpulver
    1/4 TL Paprikapulver, edelsüß
    100 g Cornflakes
    Öl

    Brombeer-Vogelbeer-Kochbirnen-Chutney (ca. 300 ml):

    200 g Brombeeren
    80 g Vogelbeeren, gezupft
    2 kleine Kochbirnen, entkernt und in Stückchen
    1 Apfel, geschält, entkernt, in Stückchen
    50 ml Apfelessig
    100 g Zucker
    1 TL Abrieb einer grünen Walnussschale (die Hülle um die harte Nussschale)
    1/2 TL Zimt
    1/4 TL Muskat
    1/4 TL Kardamom

    Zubereitung:

    Brombeer-Vogelbeer-Kochbirnen-Chutney:

    Ich fange mit dem Chutney an, denn man kann es ganz wunderbar auf Vorrat zubereiten.

    Die Brombeeren aufkochen, 5 Minuten köcheln lassen und anschließend durch ein feinmaschiges Sieb oder ein Tuch abseihen.
    Den Brombeersud und alle weiteren Chutneyzutaten in einen Topf geben und 30 Minuten auf niedriger Hitze köcheln lassen.

    Noch heiß in ausgekochte Gläser abfüllen. Diese sofort verschließen. So hält das Chutney einige Wochen bis Monate.

    Kräuterseitlinge in Cornflakespanade:

    Cornflakes für die Panade in ein Tuch oder einen Stoffbeutel füllen und durch Drücken und Drehen klein krümeln.

    Das Kichererbsenmehl mit dem Wasser, Salz, Pfeffer, Zwiebelpulver und Paprikapulver verrühren.

    Die Kräuterseitlingsscheiben in Mehl wenden. Dann in die Panade tunken und anschließend in den Cornflakeskrümeln wenden.

    Wenn alle Pilze paniert sind, etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die panierten Kräuterseitlinge beidseitig kross anbraten.

    Kräuterseitlinge in Cornflakespanade mit dem Brombeer-Vogelbeer-Kochbirnen-Chutney servieren.

    Guten Appetit!

  • Geflammter Babymais und frittiertes Maishaar an Aprikosen-Fliederbeer-Chutney und Basilikumpesto

    Geflammter Babymais und frittiertes Maishaar an Aprikosen-Fliederbeer-Chutney und Basilikumpesto

    Einer wunderbare, spätsommerliche Vorspeise. Rauchig geflammter Babymais mit kross süß-salzig frittiertem Maishaar. Serviert an fruchtig-scharfem Aprikosen-Fliederbeer-Chutney und frischem Basilikumpesto.

    Das saftig fruchtige Chutney habe ich aus frisch geernteten Fliederbeeren und gekauften Aprikosen gekocht. Es harmoniert wunderbar mit dem erdig-süßem Mais und dem frischen Basilikumpesto. Frische Fliederbeeren (Holunderbeeren) findet Ihr im August und September überall an Wegesrändern.

    Wusstet Ihr schon, dass man Holunderbäume drei Mal im Jahr beernten kann? Damit gehören sie zu meinen absoluten Lieblingswildpflanzen.

    An schattigen Rändern von Maisfeldern findet man im August und September oft auch einige ‚Nachzügler‘. Junger Mais, dessen Kolben noch sehr klein und zart sind. Diese kann man einfach so im Ganzen essen. Zur Zeit der Fliederbeeren oder schon im Frühsommer, wenn alle Kolben noch sehr klein sind, ist die beste Zeit um Babymais zu ernten.

    Diese Vorspeise passt optimal vor spätsommerliche oder früherbstliche Gerichte wie Kräuterseitling-Maronen-Pasteten oder Vegane Spare Ribs mit Kürbispüree und Coleslaw.

    Saisonal genießen, mit regionalen Zutaten. Am liebsten selbst geerntet, direkt aus der Natur.

    [modula id=“26943″]

    Zutaten für 4 Portionen Babymais:

    12 Babymaiskolben

    1 TL Puderzucker
    4 EL Mehl
    400 ml Rapsöl oder Sonnenblumenöl
    1 PR Salz

    Aprikosen-Fliederbeer-Chutney (ca. 400 ml):

    400 g Aprikosen, entkernt, in Stückchen
    100 g Fliederbeeren, abgerippelt
    50 ml Apfelessig
    100 g Zucker
    1/2 TL Chiliflocken

    Basilikumpesto (ca. 200 ml):

    100 Basilikum-Blätter, frisch
    30 g Pinienkerne
    40 g Cashews, ungesalzen und ungeröstet
    2 EL Hefeflocken
    50 ml Olivenöl
    1 Knoblauchzehen, gepresst
    1/2 TL Salz

    Zubereitung:

    Aprikosen-Fliederbeer-Chutney:

    Alle Zutaten verrühren und zum Kochen bringen. Das Chutney ungefähr 40 Minuten köcheln lassen.

    Dann direkt heiß in ausgekochte Gläschen füllen und diese sofort verschrauben. Dadurch hält das Chutney einige Wochen bis Monate. Am besten kühl gelagert.
    Es lässt sich also sehr gut als Vorrat einkochen.

    Basilikumpesto:

    Alle Zutaten miteinander pürieren. Auch das Basilikumpesto hält einige Wochen im Kühlschrank. Dafür bewahrt man es am besten in einem geschlossenen Schraubglas auf. Tipp: hier erfährst Du, wie man selbstgemachtes Pesto richtig haltbar macht.

    Babymais zubereiten:

    Den Babymais pellen. Möglichst viele frische Maishäärchen aufbewahren. Dabei keine braunen oder vertrockneten Maishaare verwenden, bzw. die braunen Enden mit einer Schere entfernen.

    Das grüne Maishaar auf einem Teller ausbreiten und es dann dünn mit Puderzucker bestäuben. Anschließend in Mehl wenden.

    Öl in einem Topf erhitzen und das Maishaar sehr, sehr kurz darin frittieren. Einige Sekunden reichen, dadurch bleibt die grüne Farbe erhalten. Nach dem Frittieren auf einem Stück Küchenpapier abtropfen lassen. Wenn das Maishaar etwas abgekühlt ist, auseinander zupfen, so dass ein luftiges Nest entsteht.
    Mit einer Prise Salz bestreuen.

    Den Babymais kurz vor dem Servieren mit einem Bunsenbrenner abflammen. Dadurch ist er leicht erwärmt. Er behält aber seine Frische und Knackigkeit und er bekommt ein schönes Grillaroma.

    Alles zusammen anrichten und als Vorspeise servieren.

    Guten Appetit!

  • Gefüllte Zucchinipäckchen mit  Datteln im Speckmantel an Tomatenkonfitüre

    Gefüllte Zucchinipäckchen mit Datteln im Speckmantel an Tomatenkonfitüre

    Meine neueste, sommerliche Lieblingsvorspeise: Gefüllte Zucchini Päckchen mit Tomatenkonfitüre und Datteln im Speckmantel. Natürlich vegan!

    Die Zucchinipäckchen sind mit einer aromatischen Pfifferlingscreme gefüllt. Die Datteln im Speckmantel röste ich im Ofen, so dass der vegane Speck schön kross werden kann. Ihren aromatischen, würzigen Speckmantel mache ich aus Reispapier. Zum Dippen gibt es dazu eine süß-saure Tomatenkonfitüre mit einem Hauch Ingwer. Die sommerliche Tomatenmarmelade ist auch lecker auf Brot und sie passt zu vielen weiteren Gerichten.

    Sommerlich frisch, aufregend anders. Was man aus Zucchinis alles machen kann!

    Gerade wenn die Zucchini Hochsaison haben, wachsen sie teilweise reichhaltiger, als man sie verarbeiten kann. Oft bekomme ich dann welche von Freund*innen mit eigenem Garten geschenkt. Mit diesem Rezept kann ich mich hoffentlich ein wenig revanchieren.

    [modula id=“26876″]

    Zutaten für 4 Portionen Zucchinipäckchen:

    Gefüllte Zucchinipäckchen:

    2 kleine Zucchini
    Füllung:
    3-4 Pfifferlinge, in Stücken
    1 Schalotte, fein gewürfelt
    Öl
    180 g Seidentofu
    1 geh. EL Kichererbsenmehl
    60 ml Sojamilch
    30 g veganer, geriebener Käse
    1 Pr. Muskat
    Salz
    Pfeffer

    Datteln im Speckmantel:

    12 Datteln
    3 Stück Reispapier
    1/2 EL Olivenöl
    1/2 TL Hefeflocken
    1 PR Knoblauchgranulat
    1/2 EL Teriyakesauce (vegan)
    1/4 TL Liquid Smoke
    1/2 TL Ahornsirup
    1 Pr. schwarzer Pfeffer
    1 Pr. Paprika-Pulver, süß

    Tomatenkonfitüre:

    500 g Cherrytomaten, geviertelt
    250 g Gelierzucker 2:1
    1 EL Ingwer, frisch, gerieben
    ½ Zitrone, der Saft

    Zubereitung:

    Tomatenkonfitüre:

    Alle Zutaten in einem Topf verrühren und zum Kochen bringen. Nun 10-15 Minuten köcheln lassen, bis die Tomaten zerfallen sind. Eine Gelierprobe machen. Dazu einige Tropfen Tomatenmarmelade auf einen kalten Teller geben. Sollte die Konfitüre noch nicht gelieren, noch ein wenig weiter köcheln und evtl. noch etwas mehr Zitronensaft einrühren.

    Wenn man die Marmelade aus Tomaten heiß in ausgekochte Gläser füllt und diese sofort verschließt hält die Marmelade einige Monate. So kann man sie sehr gut als Vorrat anlegen.

    Gefüllte Zucchinipäckchen:

    Die Zucchini längs in sehr dünne Scheiben hobeln.

    Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, dann die Schalotte und die Pfifferlinge darin anbraten. Anschließend salzen und pfeffern und beiseite stellen.

    Den Seidentofu mit dem Kichererbsenmehl und der Sojamilch pürieren. 1/2 TL Salz, Muskat und den veganen, geriebenen Käse mit einem Löffel einrühren. Jetzt auch die Pfifferlingspfanne unterheben und die Masse mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

    Eine Silikonform mit großen Halbkugeln bereit stellen. 8 der Förmchen leicht mit Öl bestreichen. Diese dann mit den Zucchinistreifen auslegen. Die Zucchinipäckchen mit der Füllung befüllen, dann die Zucchinistreifen zu klappen. Dabei hilft eine Schere mit der man die Streifen zurecht schneiden kann. Die Form mit Alufolie oder einem Deckel abdecken, so dass die Zucchinipäckchen nicht auf gehen können.

    20 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Den Ofen auf 100°C herunter drehen und die gefüllten Zucchini weitere 15 Minuten backen.

    Datteln im Speckmantel:

    Den Backofen auf 220° Ober- und Unterhitze vorheizen.

    Das Reispapier in ungefähr 3 Zentimeter breite Streifen schneiden. Dafür benutzt man am besten mit eine Schere.

    Olivenöl, Hefeflocken, Teriyakesauce, Knoblauchgranulat, Liquid Smoke, Ahornsirup, 1 Prise schwarzen Pfeffer und Paprikapulver miteinander verrühren.

    Eine große Schüssel mit lauwarmem Wasser füllen.
    Zwei ungefähr gleich lange Streifen Reispapier nehmen, diese aufeinander legen und für einige Sekunden ins Wasser tunken. Sie sollten jetzt fest zusammen kleben.
    Die doppelten Reispapierstreifen nebeneinander auf ein Schneidebrett legen. Mit einem Küchenpinsel die Marinade darauf verteilen. Anschließend wenden und die andere Seite ebenfalls bepinseln.

    Die Datteln in die veganen Speckstreifen einwickeln. Auf einem Backblech mit Backpapier verteilen und 8-10 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis der Speckmantel knusprig wird.
    Achtung! Die Speckstreifen verbrennen dabei leicht.

    Gefüllte Zucchinipäckchen mit Tomatenkonfitüre und Datteln im Speckmantel servieren.

    Guten Appetit!

    Mehr sommerliche Zucchinirezepte?

    Probiere doch auch mal meine gefüllten runden Zucchini, Gemüse Antipasti oder Frittata.

  • Allerlei Radies, von der Schote bis zur Wurzel

    Allerlei Radies, von der Schote bis zur Wurzel

    Ich liebe es ein Gemüse ganzheitlich, mit all seinen Bestandteilen zu verwenden. Vom Grün, über die Wurzeln und die Früchte.
    In meinem Allerlei Radies mache ich genau das, von der Schote, über die Blüte, das Grün, den Fruchtkörper, bis hin zur feinen Wurzel. In dieser köstlichen Vorspeise ist alles vorhanden. Leaf to Root Küche, Zero Waste und unglaublich lecker!

    Welche Teile von Radieschen kann man essen?

    Die kurze Antwort ist: alle. Den wenigesten ist jedoch bekannt, dass auch die Schoten der Radieschen essbar sind. Sie haben ein grünes, leicht scharfes und unglaublich frisches Aroma. In diesem Rezept lege ich Radieschenschoten in einer Vinaigrette aus Olivenöl, Holunderblütenessig und Dijonsenf ein. Der blumige Essig gibt eine sommerliche, leichte Frische und der Dijonsenf harmoniert ganz wunderbar mit der leicht senfigen Schärfe der Radieschenpflanze.

    Früher habe ich mich geärgert, wenn die Radieschen austrieben ohne Fruchtkörper zu bilden. Das passiert in kleinen Beeten auf dem Balkon meistens. Inzwischen baue ich sie extra dafür an und warte darauf, dass sie austreiben. Ich freue mich immer sehr auf die knackigen, grünen Schoten und die niedlichen essbaren Blüten.

    Aus dem frischen Grün der Radieschenpflanzen mache ich in diesem Rezept ein delikates Pesto. Mit einer leicht käsigen Note.

    Die allseits bekannten rosaroten, frischen Knollen lege ich zu Pickles ein. Dabei gebe ich noch duftende Lavendelblüten hinzu, welche das süß-sauer-scharfe Aroma der Pickled Radieschen mit einer blumigen Note verfeinern. Der Lavendel greift dabei auch das blumige Aroma der Vinaigrette der Schoten auf und ergänzt es um eine weitere Nuance.

    Des weiteren verarbeite ich die Fruchtkörper zu kleinen Gelcubes, die nur das pure Aroma des Radieschens beinhalten. Dieses aber über ein ganz anderes Mundgefühl transportieren.

    Eine abrundende, erdige Note bekommt diese Vorspeise durch die geflammten Wurzeln der Radies.

    Dazu frisch geröstetes Bauernbrot.
    Ein Gedicht!

    [modula id=“26780″]

    Zutaten für 4 Vorspeisen vom Radies:

    Radieschenschoten in Holundervinaigrette:

    1 handvoll grüne Radieschenschoten
    2 EL Holunderblütenessig
    2 EL Olivenöl
    1/4 TL Dijonsenf
    Grobes Meersalz
    Pfeffer, schwarz, grob gemahlen

    4 Radieschenblüten

    Pesto vom Radieschengrün:

    Frisches Grün von 1 Bund Radieschen, grob gehackt
    100 g Mandeln, blanchiert
    2 EL Hefeflocken
    3 EL Olivenöl
    1/4 TL Muskat
    1/4 TL Pfeffer, schwarz, gemahlen
    1/2 TL Salz

    Pickled Radieschen:

    5 Radieschen, in dünnen Scheiben
    1 kleine rote Zwiebel, in dünnen Streifen
    1 TL Lavendelblüten
    100 ml weißer Balsamico

    Radieschencubes:

    7 Radieschen, grob gehackt
    200 ml Wasser
    1/2 TL Agar Agar
    1 PR Salz

    Geflammte Radieschenwurzeln:

    12 Radieschenwurzeln

    4 Scheiben Bauernbrot
    Etwas vegane Margarine

    Zubereitung:

    Radieschenschoten in Holundervinaigrette:

    Holunderessig mit dem Olivenöl und Dijonsenf verrühren. Mit den Schoten vermengen. Anschließend 15 Minuten ziehen lassen.
    Beim Anrichten mit grobem Meersalz und grob gemahlenem Pfeffer bestreuen und einzelne Radieschenblüten darauf platzieren.

    Pesto vom Radieschengrün:

    Alle Zutaten für das Pesto miteinander pürieren. Das Pesto anschließend kalt stellen. Im Kühlschrank kann man es mehrere Wochen aufbewahren, es lässt sich also sehr gut vorbereiten.

    Pickled Radieschen:

    Radieschenscheiben, Zwiebelstreifen und Lavendelblüten für eine Stunde in dem weißen Balsamico marinieren. Anschließend absieben.

    Radieschencubes:

    Radieschenstücke mit 100 ml Wasser gründlich pürieren. Durch ein feinmaschiges Sieb abseihen, dabei die Flüssigkeit auffangen.
    Die anderen 100 ml Wasser mit dem Agar Agar aufkochen. Zwei bis drei Minuten unter Rühren köcheln lassen, dann vom Herd nehmen und das Radieschenwasser einrühren. Sofort in eine kleine Tupperdose geben und diese für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
    Die Masse vorsichtig aus der Form stürzen und anschließend in Würfel schneiden.

    Geflammte Radieschenwurzeln:

    Die Radieschenwurzeln mit einem Bunsenbrenner leicht flambieren.

    Das Bauernbrot beidseitig mit Margarine bestreichen und dann in einer Pfanne von beiden Seiten anrösten.

    Alles zusammen anrichten und das köstliche Allerlei Radies genießen.

    Guten Appetit!