10 Dinge die man in 10 Jahren als erfolgreicher Blogger lernt
10 Dinge, die ich in 10 Jahren Bloggen gelernt habe, die ich heute anders machen würde oder die mich überrascht haben. Wichtige Tipps und Tricks für das erfolgreiche Bloggen.
Daily Vegan hat aktuell (2026) sein zehnjähriges Blog-Jubiläum. Wer ein Jahrzehnt lang bloggt, sammelt nicht nur Klicks, sondern vor allem Erfahrungen. Erfolg entsteht nicht über Nacht – sondern durch Ausdauer, Fehler und ständiges Lernen.
Diese zehn Erkenntnisse gehören zu den wichtigsten Lektionen auf diesem Weg.
Einen Blog oder eine Webseite erfolgreich betreiben
- Wie wird mein Blog (schneller) erfolgreich?
- Was muss ich beachten, damit meine Webseite Aufmerksamkeit erlangt?
- Wie mache ich mir das Leben als Blogger leichter?
10 Dinge die man in 10 Jahren im Blog-Business lernt. Mit diesem Artikel und meinen Erfahrungen als Autor eines der größten, deutschsprachigen, veganen Food Blogs, möchte ich vor allem Menschen erreichen, die auch einen Blog starten möchten oder die ihren Blog professioneller oder erfolgreicher betreiben wollen. Aber dieser Beitrag ist auch für Neugierige, die einen kleinen Einblick hinter die Kulissen eines Food Blogs suchen.

10 Dinge, die ich in 10 Jahren Bloggen gelernt habe:
- Das Wichtigste zuerst: es muss Spaß machen!
- Geduld ist eine Tugend, und Ausdauer ist absolut notwendig
- Es geht nicht (nur) darum sehr professionell in seinem Thema zu sein
- Pros und Cons zu Social Media
- SEO und eine gut strukturierte Website sind essentiell
- Für Monetarisierung muss man sich nicht schämen
- Professionelle Fotos – das Auge isst mit
- Man darf sich verändern
- Planung gegen zeitliche Engpässe
- Ein Blog ist mehr als eine Webseite
1. Das Wichtigste zuerst: es muss Spaß machen!
Ohne Leidenschaft hält man nicht durch!
Man sollte immer über ein Thema bloggen, für das man eine echte Passion hat. Ein Thema, in dem man sich professionell auskennt. Ein Thema, zu dem man Beiträge mit einem großen Mehrwert für andere schreiben kann.
Und man muss große Freude daran haben, sein Wissen zu teilen. Neben dem ganzen Fleiß, Höhen und Tiefen, die einem ein Blog abverlangt sollte immer die Freude daran im Vordergrund stehen.
Nur wer wirklich für sein Thema brennt, bleibt auch dann dran, wenn die Reichweite auf sich warten lässt oder zwischenzeitlich sinkt.
2. Geduld ist eine Tugend, und Ausdauer ist absolut notwendig
Regelmäßig zu veröffentlichen ist unglaublich wichtig. Leser*innen schätzen Verlässlichkeit und immer wieder etwas Neues.
Aber auch für Suchmaschinenergebnisse ist es essentiell, dass der Blog lebendig ist und seine Inhalte regelmäßig erweitert.
Das heißt: auch wenn man ein Mal keine Lust hat, oder auch sehr wenig Zeit, muss man sich um seinen Blog kümmern und abliefern.
3. Es geht nicht (nur) darum sehr professionell in seinem Thema zu sein
Ich habe schnell gelernt, dass es beim Bloggen nicht nur darum geht, ein Profi in seinem Fachgebiet, bzw. Thema des Blogs zu sein.
Als ich mit meinem Food Blog anfing, konnte ich selbstverständlich schon sehr gut (und auch beruflich) kochen und professionell Rezepte entwickeln. Das war meine Motivation mit Daily Vegan durchzustarten.
Was ich jedoch nicht kannte, war die Blogwelt und die damals schon immer wichtiger werdende Social Media und Content Creator Bubble.
Ich habe sehr schnell und schmerzhaft gelernt, dass es den vielen, wenn nicht sogar den meisten, Bloggenden nicht darum geht, ihr persönliches Wissen weiterzuvermitteln.
Vielen geht es nur um Geld und Aufmerksamkeit
Viele wollen nur Geld machen oder Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das war mir anfangs wirklich nicht klar. Umso erschrockener war ich, wie schnell meine kulinarischen Kreationen, sich auf anderen Blogs und Social Media verbreiteten, ohne dass ich Credits dafür bekam. Es ist leider zur Online-Kultur geworden, dass ein Rezept oder auch ein anderes Thema, das Erfolg verspricht, kopiert und auf vielen Blogs veröffentlicht wird, ohne Credits für die Urhebenden (in meinem Fall die Original-Rezeptidee und -entwicklung).
Ich muss sagen, dass hat meinen kreativen Stolz am Anfang oft verletzt. Es ist schwer zu sehen, wenn die eigenen Ideen auf einen erfolgreichen, kommerziellen ‚Hochglanz‘-Blog oder Social Media Account kopiert werden und dort eine Riesenreichweite und entsprechendes Lob erhalten und alle denken, dieser fremde Account hätte sich meine veganen Hähnchenkeulen, Grillfackeln oder ein anderes beliebtes Rezept von mir ausgedacht.
Andererseits ist es natürlich auch ein Kompliment an meine Arbeit, mein Fachwissen und meine Kreativität. Aber leider auch ein Kompliment, von dem niemand etwas mitbekommt.
Mein Tipp: seid kreativ und macht euer eigenes Ding. Copy Cats sind am Ende doch immer unsampatisch und stolz auf ihr Werk können sie wohl hoffentlich auch nicht sein.
4. Pros und Cons zu Social Media
Es ist eine wichtige Entscheidung, wie viel Fokus man auf Social Media legen will. Ich persönlich fokussiere mich primär auf den Blog und nutze Social Media als unterstützendes Tool. Denn mir ist es wichtig nicht in Abhängigkeit der großen Tech-Konzerne zu stehen. Mein Blog gehört mir, hier habe ich vollen Gestaltungsfreiraum und auch das Schalten von Werbung habe ich selbst im Griff und bekomme die Einnahmen, anstatt die Kassen der großen Konzerne durch meinen professionellen Content, meine Expertise und meine Arbeitsstunden zu füllen.
Aber es gibt auch andere Herangehensweisen.
Hier die Pros und Cons zu Social Media für Blogger:
Pros – Warum Social Media wichtig sein kann:
- Reichweite & Sichtbarkeit
Neue Leser*innen entdecken Blogs oft über Plattformen wie Instagram, Facebook, Pinterest, Youtube oder TikTok. Ohne Social Media dauert es deutlich länger, bekannt zu werden. - Austausch und direkte Beziehung zu Leser*innen
Social Media ermöglicht direkten Austausch: Kommentare und Nachrichten schaffen Nähe und Vertrauen – wichtige Faktoren für langfristige Bindung. - Markenbildung
Der persönliche Stil, die eigene Haltung und das Thema lassen sich auf Social Media knackig und emotional transportieren – der Blog bekommt ein Gesicht.
Cons – Warum Social Media nicht alles ist:
- Algorithmen sind unberechenbar
Heute Reichweite, morgen kaum Sichtbarkeit – Plattformen ändern ständig ihre Regeln. - Eigentum vs. Abhängigkeit
Dein Blog gehört dir, dein Social-Media-Account nicht. Im schlimmsten Fall verlierst du beides über Nacht durch Sperrungen oder Reichweiten-Einbrüche. - Zeitfresser
Social Media kann mehr Zeit kosten als das eigentliche Schreiben – ohne direkt besseren Content zu erzeugen.
5. SEO und eine gut strukturierte Website sind essentiell
SEO ist kein Feind, sondern ein Werkzeug
Suchmaschinenoptimierung (SEO) bedeutet nicht, Texte zu verbiegen, sondern Inhalte auffindbar zu machen.
Wenn man sich nicht mit SEO auseinander setzt, wird die eigene Seite nicht oder nur schlecht über Suchmaschinen gefunden.
Um sich die Arbeit zu erleichtern helfen zum Beispiel Plugins, die auf SEO spezialisiert sind, die man in seinem Content Management System, wie zum Beispiel WordPress, installieren kann.
6. Für Monetarisierung muss man sich nicht schämen
Ein Blog macht nicht nur sehr viel Arbeit, sondern er verursacht auch Kosten.
Die Kosten eines Blogs:
- Professionelles Equippment, in meinem Fall zum Beispiel für Food Fotografie.
- Serverkosten und die Domaingebühr, die für das Hosting der Webseite entstehen.
- Softwarelizenzen, Pluginkosten. Zum Beispiel die Lizenzen für Bildbearbeitungssoftware oder CMS-Plugins und -themes.
- Arbeitsmaterialien. Bei einem Food Blog zum Beispiel bestimmte Küchenutensilien, Deko-Elemente für die Fotos oder Zutaten, die man sonst nicht kaufen würde.
- Nicht zuletzt: Arbeitsstunden und persönliche Lebenszeit, zumal nicht alle Aufgaben, die ein Blog mit sich bringt Freude machen oder einen persönlichen Mehrwert haben.
Was ich heute im Bereich Monetatisierung anders machen würde:
Ich habe in neun von zehn Jahren auf Monetarisierung verzichtet. Da Daily Vegan, mit weit über 1000 Rezepten und Artikel und Tausenden Usern am Tag, sehr viel Arbeit macht und auch hohe Kosten verursacht, habe ich fast meine gesamte Freizeit und auch viel Geld in dieses Projekt gesteckt. Aus der intrinsischen Motivation heraus, dass ich einfach will, dass mehr vegan gegessen wird.
Für die Tiere, für den Planeten und für die eigene Gesundheit. Und das vegane Essen soll dabei richtig lecker und frei von Verzicht sein.
Dabei komplett auf Einnahmen verzichten, das würde ich im Nachhinein nicht mehr machen. Denn meine Arbeit ist sehr wertvoll, meine Rezepte und Fotos hochprofessionell. Daher würde ich im Nachhinein etwas früher anfangen Anzeigen auf den Seiten zu schalten.
Was ich nicht monetarisiere, um meine Unabhänigkeit zu wahren:
Auf Daily Vegan möchte ich euch die besten Rezepte bieten und nur unabhängige Inhalte, hinter denen ich zu 100% stehe und die vollständig ehrlich sind.
Daher nutze ich die folgenden Monetarisierungsmöglichkeiten nicht:
- Gastbeiträge von Dritten, in denen Produkte beworben werden.
- Rezepte mit konkreten Produkten als Bestandteil (Beispiel: ’10 g Dr Baking Backpulver‘, anstatt ’10 g Backpulver‘)
7. Professionelle Fotos – das Auge isst mit
Gute Bilder sagen oft mehr als 1000 Worte.
Als ich mit Daily Vegan angefangen habe, hatte ich nur ein ganz schlechtes Smart Phone, für Fotos gänzlich ungeeignet und eine schlechte, alte Kamera. Mit dieser machte ich die Fotos, ganz ohne professionelle Beleuchtung oder Staging für das Essen.
Das ist für den Anfang in Ordnung, denn Foto Equippment ist sehr teuer und kostet gerne einige Tausend Euro. Inzwischen haben ohnehin alle ein Handy mit guter Kamera und diese Problematik stellt sich nicht mehr in dem Umfang.
Man sollte auch erstmal herausfinden, ob das (Food) Bloggen überhaupt etwas für einen ist, ob man sich vorstellen kann es über einen langen Zeitraum machen will, bevor man viel Geld investiert.
Im Nachhinein muss ich sagen, ich habe zu lange mit der schäbigen Kamera gearbeitet und hätte früher in eine bessere investieren sollen.
Inzwischen arbeite ich in meinem eigenen, professionellen Fotostudio, dessen Equipment über die Jahre immer besser und umfangreicher wurde. Und über das ich natürlich auch meine freiberuflichen Aufträge im Bereich Food Fotografie und Rezeptentwicklung bearbeite.
8. Man darf sich verändern
Es ist in Ordnung sich zu verändern.
Themen, Stil und Perspektiven entwickeln sich. Wer sich nicht anpasst, bleibt stehen. Veränderung ist schön und wertvoll. Nach zehn Jahren als Blogger blicke ich sehr gerne auf meine persönliche Entwicklung zurück.
Aber insbesondere auch auf meine kulinarische Entwickluing als Koch, auf meine Kreativität und meine Kenntnisse als Food Fotograf und auf meine stilistischen Veränderungen als Autor.
9. Planung gegen zeitliche Engpässe
Eine gute Planung spart nicht nur viel Zeit, man bringt damit auch Struktur in die eigene Arbeit und in den Blog.
- Es hilft sich einen Veröffentlichungsplan und einen Arbeitsplan zu machen. Dabei ist es wichtig, die eigenen Ressourcen und (zeitlichen) Grenzen richtig einzuschätzen.
- Man sollte gründlich vorplanen. Welche Themen will man bearbeiten?
In meinem Fall heißt es, die Saison immer im Blick zu haben. Auf meinem Food Blog Daily Vegan arbeite ich vorrangig mit saisonalen und regionalen Zutaten, sowie Wildkräutern, Pilzen und anderen Zutaten direkt aus der Natur.
Ich plane immer ein bis zwei Monate bevor eine oder auch mehrere Zutaten Saison haben, was ich mit diesen kochen und veröffentlichen möchte. - Bei aktuellen Themen früh dran sein, damit die Lesenden lange etwas davon haben.
Gerade bei saisonalen Zutaten, die nur kurz verfügbar sind, wie zum Beispiel Erdbeeren oder Bärlauch, aber auch bei saisonalen Festen wie Weihnachten, versuche ich immer möglichst früh, gleich am Anfang der Saison, etwas dazu zu veröffentlichen. Das gibt den Leser*innen die Chance das Rezept oder den Artikel noch wochenlang nutzen zu können.
10. Ein Blog ist mehr als eine Webseite
Ein Blog ist weit mehr als eine Webseite. Er wird zur Stimme, zum Archiv der eigenen Entwicklung und oft auch zur beruflichen Visitenkarte.
Ich bekomme zum Beispiel die meisten meiner freiberuflichen Aufträge durch meinen Blog, weil meine Kund*innen über Daily Vegan auf mich aufmerksam geworden sind.
Wer dranbleibt, lernt nicht nur über’s Schreiben, sondern auch über sich selbst.
Nach zehn Jahren weiß man mehr als 10 Dinge: Erfolgreiches Bloggen ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf – mit Umwegen, Pausen und neuen Routen. Wer dranbleibt, lernt nicht nur über das Schreiben, sondern auch über sich selbst.




