Scharlachroter Prachtbecherling – den Pilz richtig bestimmen
Scharlachroter Prachtbecherling – Scharlachroter Kelchbecherling. Hier lernst Du alle Bestimmungsmerkmale und Wichtiges zum Vorkommen und Habitat. Außerdem Verwechslungsgefahren und eventuelle, giftige Doppelgänger. Außerdem gibt es Informationen zum Speisewert für den Prachtbecherling.

Der Blutrote Prachtbecherling ist ein kleiner Blender
Optisch – WOW! Geschmacklich … eher mau.
Dieser Pilz sieht aufregend knallig rot aus und er gilt auch als essbar. Man kann ihn aber nicht empfehlen. Am schönsten ist es, ihn einfach in der Natur zu bestaunen.

Weitere Bezeichnungen für den Prachtbecherling:
Blutroter Prachtbecherling, Scharlachroter Prachtbecherling, Scharlachroter Kelchbecherling, Zinnoberroter Kelchbecherling, Gemeiner Kelchbecherling
SARCOSCYPHA COCCINEA
Gattung:
Becherlinge, Kelchbecherlinge

Für das Sammeln von Pilzen gilt immer
Ernte nur Pilze, die Du zu 100% ganz sicher bestimmen kannst! Es kann lebensgefährlich sein, wenn Du falsch liegst.
Beim kleinsten Zweifel: den Pilz nicht verspeisen!
Vielleicht gibt es in Deiner Gegend ja eine*n Pilzsachverständigen, wo Du Deinen Fund vorzeigen kannst.

Bestimmungsmerkmale Prachtbecherling
Geruch:
Neutral, riecht kaum
Geschmack
Mild, neutral
Fruchtkörper:
1-10 cm groß. Erst Pokal-, dann Becher- bis schüsselförmig. Jung kreisrund, später oft oval- bis nierenförmig. Die Innenseite ist leuchtend rot, glatt und glänzend, meist mit weißlichem Rand. Die Außenseite ist deutlich matter und blasser, rosa bis rötlich-weißlich, am unteren Teil ganz weiß und filzig.
Fleisch:
Dünn, wachsartig, weißlich.
Stiel:
Weißlich, in der Regel oft nur angedeutet und sehr kurz, manchmal auch etwas länger.
Sporenpulver:
Weiß, farblos

Vorkommen, Scharlachroter Prachtbecherling:
Der Scharlachrote Prachtbecherling ist ein Folgezersetzer den man von Dezember bis Mai, oft nach der ersten Schneeschmelze, auf Laubholzästen am Boden, findet. Gerne auf schon halb vergrabenem Holz von Weiden, Erlen und Espen auf kalkreichem, sandigem Boden.Meistens wächst er in Gruppen.

Gibt es beim Prachtbecherling Verwechslungsgefahren? Gibt es giftige Doppelgänger des Prachtbecherlings?
Der Scharlachrote Prachtbecherling ist leicht mit anderen Becherlingen verwechselbar. Man kann anhand der abweichenden Substratwahl und Wachstumszeit Vermutungen anstellen. Insbesondere vom Österreichischen Prachtbecherling kann man ihn nur auf mikroskopischer Ebene ganz sicher abgrenzen und
Verwechslungsgefahren, ungenießbar:
Tulpenbecherling
Verwechslungsgefahren, essbar:
Linden-Kelchbecherling, Österreichischer Prachtbecherling, Tulpenbecherling, Rötlicher Gallerttrichter, Orangebecherling

Speisewert Scharlachroter Prachtbecherling:
Der Prachtbecherling hat im Gegensatz zu vielen anderen Speisepilzen keinen besonderen Speisewert, er hat so gut wie keinen Geschmack und das was man schmeckt ist nicht überzeugend. Daher gibt es für diesen Pilz ausnahmsweise auch keine Zubereitungsempfehlungen und Rezepte.
Der Scharlachrote Prachtbecherling ist außerdem als relativ gefährdet eingestuft, weswegen man ihn schonen sollte.

Du willst mehr über das Sammeln und Bestimmen von Pilzen erfahren?
Hier geht es zurück zur Übersicht meines kleinen Pilzlexikons. Dort findest Du viele verschiedene, essbare Speisepilze, ihre Bestimmungsmerkmale, Verwechslungsgefahren, Informationen zum Vorkommen und Habitat, sowie leckere Rezepte für die einzelnen Pilzarten.
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