Ein Essen wie ein Urlaub für die Geschmacksknospen!
Vor ungefähr einem Jahr habe ich meine veganen Hähnchenkeulen aus dem Ofen veröffentlicht, die sehr viele von Euch schon nachgekocht haben. Da sie so gut ankommen, habe ich mein Rezept dieses Mal würzig und phantastisch duftend abgewandelt, in Form von marokkanischem Zitronenhühnchen.
Marokkanisches Zitronenhühnchen ist ein Gericht der nordafrikanischen Küche, durchzogen mit Zitrusaromen der Salzzitronen und einer Vielfalt von aromatischen Gewürzen, saftigem Vleisch und knuspriger, fetter Haut.
Traditionell wird dieses Gericht in einer Tajine zubereitet. Man kann dafür aber auch eine Auflaufform mit Deckel nehmen, besonders in meiner veganen Variante ist stundenlanges garen nicht erforderlich.
Das marokkanische Zitronenhühnchen serviere ich auf fruchtigem Gemüse-Couscous, mit Feigen, gerösteten Mandelsplittern und einer schmackhaften Würzmischung.

Ich habe vor einigen Wochen Salzzitronen für das Zitronenhühnchen angesetzt. Ein essentieller Bestandteil dieses Rezepts. Das Rezept findest Du hier.
Solltest Du sehr ungeduldig sein, kannst Du notfalls auch nur die Schale von Biozitronen nehmen, ich empfehle aber Salzzitronen anzusetzen und damit zu kochen. Diese eignen sich auch sehr gut zur Verfeinerung von CousCous, Salaten oder Ofengemüse. Hin und wieder kann man sie auch in arabischen Supermärkten oder Feinkostgeschäften kaufen.

Zutaten für 4 Portionen:

Hähnchenkeulen:
2 Dosen Jackfruit (in brine/Salzlake, gibt es im Asialaden, ca. 500g Bruttogewicht pro Dose)
1,5 TS (Tasse/Cup) leichte Brühe
2 EL Kichererbsenmehl
1/2 TS Seitan-Fix
2 TL Hefeflocken
2 TL Zwiebelpulver
1/2 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Paprikapulver
1/2 TL Knoblauchpulver
1 PR Cayennepfeffer
1 TL Liquid Smoke
16 Blatt Reispapier
8 Zimtstangen

Rub zum Einreiben der Hähnchenkeulen:
2 TL Paprikapulver, rosenscharf
1 TL Knoblauchpulver
1,5 TL Kreuzkümmel (Cumin), gemahlen
1 TL Kurkuma, gemahlen
1 TL Ingwer, getrocknet, gemahlen
1/2 TL Chilipulver
1/2 TL Zimt
1 TL Salz
1/2 TL Safranstreifen, zerkrümelt
Olivenöl

2 Zwiebeln, gewürfelt
3 Knoblauchzehen, grob gehackt
2 Salzzitronen, in Scheiben
250-400 ml Brühe
1 TS grüne Oliven
Salz
Pfeffer

1 Bund Petersilie
1 Bund Koriander

Gemüse-Couscous:
1 Rote Paprika, gewürfelt
1 Karotte, gewürfelt
1 Rote Zwiebel, in Streifen
1 Zucchini, gewürfelt
Olivenöl
2 Knoblauchzehen, gepresst
1 TL Kreuzkümmel (Cumin), gemahlen
1 TL Koriander, gemahlen
1/2 TL Zimt, gemahlen
1/2 TL Kurkuma
Salz
1/2 TS getrocknete Feigen, in Stückchen
1/2 Salzzitrone, in Stückchen
1 Dose Kichererbsen, abgegossen
1 TS Couscous
500 ml Brühe
1/2 TS Mandelsplitter
3 EL Koriander, frisch, gehackt
3 EL Minze, frisch, gehackt

Zubereitung:

Hähnchenkeulen:
Die Jackfruitdosen abgießen und von den Jackfruit-Stücken die harten Spitzen abschneiden. Die Jackfruit leicht ausdrücken.
Brühe in einer Pfanne erhitzen und die Jackfruits hinein geben und ca. 15 Minuten in der Brühe köcheln, bis die Jackfruits in ihre Fasern zerfallen sind und die Brühe absorbiert, bzw. verdampft ist. Des öfteren umrühren und die Stücke mit dem Kochlöffel zerdrücken. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Seitan-Fix mit dem Kichererbsenmehl den Hefeflocken und allen Gewürzen für die Füllung vermischen.
Die Jackfruitfasern mit dem Liquid Smoke verkneten. Danach nach und nach den Seitan hinein streuen und einkneten.
Ein Küchentuch anfeuchten und auf eine Arbeitsfläche legen. Eine große Schüssel mit Wasser füllen. Zwei Stücke Reispapier aufeinander legen und für ungefähr eine Minute im Wasser einweichen, bis das Reispapier weich ist. Beide Reispapiere übereinander auf das feuchte Handtuch legen. Ein knappes Drittel aus dem Reispapier ausschneiden.
Eine Zimtstange nehmen und 1/8 der Jackfruit-Masse als Hähnchenkeule darum formen, so dass ein Stück Zimtstange hinaus guckt.
Mit dem Reispapier vollständig umwickeln. (Wie genau man das Reispapier um die Keulen wickelt kannst Du auch auf einem der Fotos sehen.)
Alle 8 Hähnchenkeulen genauso formen.

Alle Zutaten für den Rub vermengen. Die Hähnchenschenkel großzügig damit einreiben.
Abgedeckt für 2 Stunden oder länger im Kühlschrank ziehen lassen.

Die Stängel der Petersilie und des Korianders fein hacken.
Blätter grob hacken und getrennt von den Stängeln aufbewahren.

Den Backofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Hähnchenschenkel von allen Seiten knusprig anbraten.
In einer weiteren Pfanne Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl glasig braten. In eine Auflaufform geben und die Hähnchenkeulen darauf verteilen. Oliven, Salzzitronenscheiben, Stängel von Petersilie und Koriander sowie die Brühe dazu geben. Die Keulen sollten nur ca. 1/2-1 cm aus der Brühe heraus ragen.
Mit Deckel auf mittlerer Schiene für 60 Minuten im Ofen backen.

Aus dem Ofen holen und 10 Minuten abkühlen lassen.

Gemüse-Couscous:
Den Ofen auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen.
Das Gemüse, bis auf die Kichererbsen. in 2 EL Olivenöl wenden. Auf einem Backblech mit Backpapier verteilen und mit etwas Salz bestreuen.
20 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Nach 10 Minuten ein Mal wenden.
Während dessen die Mandelsplitter in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten. Beiseite stellen.
Gemüse aus dem Ofen nehmen und beiseite stellen. Das Gemüse ist am bequemsten vor dem Zitronenhähnchen vorzubereiten.
Den Couscous mit 3 EL Olivenöl vermengen und die heiße Brühe darüber geben. 10 Minuten ziehen lassen. das passt wunderbar mit der Zeit, in der das Zitronenhühnchen abkühlt. Mit den restlichen Zutaten vermengen und mit Salz abschmecken.

Die Zitronenhühnchen auf dem warmen Gemüse-Couscous servieren.
Guten Appetit!

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Marokkanisches Zitronenhühnchen - vegan! Auf Gemüse-Couscous
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