Wildkr├Ąuterlasagne – veganes Rezept

Jetzt im April wachsen viele junge, schmackhafte Kräuter in der Natur. Ich bin gestern mit dem Fahrrad aus Berlin raus in den Wald gefahren und habe viele verschiedene Kräuter gesammelt. Aus dreien davon mache ich hier eine leckere Wildkräuterlasagne.

Unter dem Rezept erkläre ich etwas mehr zu den verwendeten Kräutern.

Zutaten:

300 g junge Brennesselblätter
300 g Spinat (es geht auch TK Blattspinat)
1 handvoll Knoblauchsrauke, gehackt
1 handvoll Bärlauch, gehackt (oder 2 handvoll, solltest Du keine Knoblauchsrauke haben)
1 kleine Dose gehackte Tomaten
1/2 Dose Mais
3 EL Olivenöl

3 EL Alsan
2 EL Mehl
150 ml Brühe
150 ml Sojasahne
1 Schuss Weißwein
1/2 TL Pfeffer
2 TL Salz
2 PR Muskat
1 PR Cayenne-Pfeffer

ca. 1/2 Pkg Lasagne-Platten
ca. 150g veganer Reibekäse

Zubereitung:

Die Brennesseln waschen und kurz mit kochendem Wasser abschrecken, damit ihre Härchen nicht mehr die Haut verbrennen können.
Die Blätter von den Stielen zupfen und mit der Knoblauchrauke und dem Bärlauch, sowie Spinat, Tomaten, Mais und dem Olivenöl vermengen.

Das Alsan in einem Topf erhitzen, dann das Mehl einrühren, so dass eine Mehlschwitze entsteht. Unter Rühren nach und nach die Brühe und Sojasahne einrühren, zum Schluss einen Schuss Weißwein dazu geben. Salz, Pfeffer, Muskat und Cayenne-Pfeffer unterrühren und die Soße 4-5 Minuten köcheln lassen und dann unter das Gemüse heben.

Den Ofen auf 200° vorheizen.

Eine Schicht der Mischung in eine Auflaufform geben und diese mit Lasagne-Platten bedecken. Erneut eine Schicht Gemüse darauf verteilen und dieses wieder mit Lasagne-Platten bedecken. Das so lange fortführen bis oben die letzte Gemüseschicht liegt.
Die Wildkräuterlasagne mit geriebenem veganen Käse bestreuen und für 45 Minuten auf mittlerer Schiene in den Ofen stellen, die ersten 30 Minuten davon mit Deckel.

Tipps:

– Anstelle von frischem Bärlauch kannst Du in der Wildkräuterlasagne auch 2 EL Bärlauchpaste benutzen.
– Es ist auch sehr lecker noch etwas Sauerampfer mit zu verarbeiten.

Über die Kräuter in der Wildkräuterlasagne:

Brennessel:
Erkennen kann die Brennessel vermutlich jede*r, im Zweifelsfall spätestens, wenn man sie berührt. Sie verursacht eine brennende Rötung auf der Haut.
Heutzutage findet man kaum noch Brennessel-Gerichte, häufig waren sie dagegen in Notzeiten, da die Brennessel überall umsonst und in großen Mengen geerntet werden kann und wenn in Gärten nahrhaftere Pflanzen als Spinat oder Blattsalat angebaut werden mussten.
Den besten Geschmack haben die ersten, etwa 20 Zentimeter langen oberirdischen Pflanzenteile im Frühjahr, sie haben dann auch einen besonders hohen Gehalt an Magnesium, Kalzium, Silizium, Eisen sowie an den Vitaminen A und C. Außerdem haben Brennesseln einen erstaunlich hohen Eiweißgehalt.

Bärlauch:
Bärlauch, in Falle dieses Rezepts, der etwas schmalere Berliner Bärlauch oder auch Wunderlauch genannt, kann im April und Mai geerntet werden, bevor er blüht, danach verliert er seinen Geschmack und wird faserig.
Bei der Bärlauch-Ernte gilt: wenn Du ein Bärlauchfeld gefunden hast, zerreibe ein Blatt zwischen den Fingern und rieche daran, wenn es lauchig bzw. Knoblauch-artig riecht hast Du wirklich Bärlauch gefunden. Junger Bärlauch sieht einigen Giftpflanzen ähnlich, daher bist Du mit der Geruchsprobe auf der sicheren Seite.
In der Volksmedizin wird der Bärlauch bei Magen-Darmstörungen eingesetzt und auch in der Naturheilkunde kommt Bärlauch als Heilmittel oft zur Anwendung. Seine überwiegend schwefelartigen ätherischen Öle wirken sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen aus.

Knoblauchsrauke:
Die Knoblauchsrauke hat ihren Namen aufgrund des Knoblauchdufts, der beim Zerreiben der Blätter entsteht.
Daran und an ihrer typischen Blattform kann man sie unmittelbar erkennen. Man findet sie in lichten Laub- und Mischwäldern, gerne im Randbereich von Gehölzen.
Sie hat einen leicht pfeffrig-knoblauchigen Geschmack und eignet sich daher auch sehr gut in Salaten.
Die Knoblauchsrauke wurde früher zu Heilzwecken verwendet. Sie wirkt antiseptisch, leicht harntreibend und schleimlösend.

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Rezept:
Wildkräuterlasagne - veganes Rezept
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