Im Garten meistens sehr unbeliebt: die Brennnessel. Auch wenn man ihr in der Natur begegnet, spätestens, wenn man ihre feinen Brennhaare zu spüren bekommt, löst die Brennnessel kaum Freude aus.

Aber die Brennnessel ist nicht nur lästig, sondern auch ein altbewährtes Heilkraut und Nahrungsmittel in der Wildkräuterküche.

Alle kennen sie, aber die wenigsten haben sie schon gegessen. Dabei ist die Brennnessel, richtig zubereitet, kulinarisch nicht zu verachten.

Frische Brennnesseln, aromatisch und gesund
Frische Brennnesseln, aromatisch und gesund

Welche Pflanzenteile kann ich verwenden?

Blätter und Samen

Wie sieht Brennnessel aus?

Erkennen kann die Brennnessel vermutlich jede*r, im Zweifelsfall spätestens, wenn man sie berührt. Sie verursacht eine brennende Rötung und Quaddeln auf der Haut.

Den besten Geschmack haben die ersten, etwa 20 Zentimeter langen oberirdischen Pflanzenteile im Frühjahr.

Brennnesseln wachsen eigentlich immer in größeren Gruppen oder sie bedecken gleich ganze Flächen. Dabei erreichen sie Wuchshöhen von 10 cm bis zu 3 m.

Die grünen Pflanzenteile sind mit feinen Brennhaaren besetzt. Die an der Sprossachse angeordneten Blätter haben ein eines Adernetz. Sie sind eiförmig, dabei aber spitz zulaufend.

Wo finde ich Brennnesseln?

Brennnesseln sind nicht besonders anspruchsvoll und wachsen auf vielen Habitaten. Wenn sie jedoch in großen Massen auftreten, dienen sie auch als Zeigerpflanze für stickstoffreichen Boden.

Womit kann ich die Brennnessel verwechseln?

Ein absoluter Laie kann Brennnesseln evtl. mit einigen Taubnesselarten verwechseln. Diese sind aber auch essbar. Sie unterscheiden sich durch die Blüten der Taubnesseln und Taubnesseln haben keine Brennhaare.

Junge Brennesseln
Überall in Massen zu finden: die Brennnessel

Was kann ich mit Brennnesseln machen?

Heutzutage findet man kaum noch Rezepte für Brennnesselgerichte.

Häufig anzutreffen waren Mahlzeiten mit Brennnesseln dagegen in Notzeiten, da die Brennessel überall umsonst und in großen Mengen geerntet werden kann.
Am aromatischsten sind die ersten, etwa 20 Zentimeter langen oberirdischen Pflanzenteile im Frühjahr. Sie haben dann auch einen besonders hohen Gehalt an Nährstoffen.

Die Brennnessel ist ein wahres Superfood, sie ist enthält Vitamin A, C, E, K und verschiedene B-Vitamine und ist sehr reich an Magnesium, Kalium, Eisen und Silicium. Außerdem haben Brennnesseln einen erstaunlich hohen Eiweißgehalt.

Auch als Heilpflanze hat sie medizinisch erwiesene Eigenschaften. Sie wirkt entzündungshemmend und entwässernd, und ist dadurch zum Beispiel heilsam bei Blasenentzündungen.

Für Heilzwecke empfiehlt es sich die Brennnesselblätter für Tees zu trocken. Davon etwa einen Teelöffel in ein Teesieb geben und mit 250 ml kochendem Wasser übergießen. Ca. 15 Minuten abgedeckt ziehen lassen.

Auch die Samen kann man im Spätsommer trocknen. Mit ihrem nussigen Geschmack, kann man damit veganen Joghurt oder Müsli verfeinern und auch als Brennnesselsalz sind sie nicht zu verachten.

Grüner Wildkräuter-Smoothie mit jungen Birkenblättern
Grüner Wildkräuter-Smoothie mit jungen Brennnesselblättern

Für Speisen kann man Brennnesselblätter verwenden wie Spinat. Im Gegensatz zu diesem bietet er jedoch eine festere Konsistenz auf der Zunge und hat natürlich ein eigenes, leicht würziges Aroma.

Bei der Zubereitung für Salate sollte man die Brennnesseln kurz unter kochendem Wasser abschrecken, damit werden die Brennhaare vernichtet und sie können problemlos gegessen werden.

Für die Zubereitung von warmen Speisen mache ich das jedoch meisten auch, da man die Pflanze dann besser mit den Händen verarbeiten kann.

Wildkräuterlasagne mit Brennnessel, Bärlauch und Knoblauchsrauke
Wildkräuterlasagne mit Brennnessel, Bärlauch und Knoblauchsrauke

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Brennnessel: Nicht nur Unkraut, sondern auch Heilpflanze und leckeres Gemüse
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Brennnessel: Nicht nur Unkraut, sondern auch Heilpflanze und leckeres Gemüse
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Die Brennnessel ist nicht nur lästig, sondern auch ein altbewährtes Heilkraut und Nahrungsmittel. Alle kennen sie, aber die wenigsten haben sie schon gegessen. Dabei ist die Brennnessel, richtig zubereitet, kulinarisch nicht zu verachten. Hier findest Du Merkmale, Verwechselungsmöglichkeiten und Rezepte.
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