Welche Suppe esst Ihr zur Schmuddelwetterzeit am liebsten? Bei mir ist es derzeit Ribollita! Mit einer dicken Brotkruste im Ofen überbacken. Beträufelt mit selbstgemachtem, duftenden Zitronen-Olivenöl. Darüber noch ein wenig frisch geriebener veganer Parmesan. Eine Geschmacksexplosion!

Darf’s ein richtig dicker, stückiger, sämiger Eintopf sein? Dann ist mein Rezept für italienische Ribollita genau das Richtige. Weiße Bohnensuppe aus Canellini Bohnen mit Schwarzkohl und Tomate. Aromatisch gewürzt ergibt sich ein einfaches One-Pot-Gericht, bei dem hiesige Kohlsuppen geschmacklich kaum mithalten können.

Das liegt nicht zuletzt an der Kohlsorte. Für diese Suppe verwende ich Schwarzkohl, auch Toskanischer Kohl genannt. Dieser ist deutlich feiner und milder im Geschmack als beispielsweise Weißkohl.

Ribollita ist eine toskanische Brotsuppe

Ein besonderes Highlight ist, dass es sich bei der toskanischen Ribollita um eine Brotsuppe handelt. Mit eingekochtem Weißbrot, welches für ein wunderbar weiches Mundgefühl sorgt.
Außerdem wird die Suppe noch mit Weißbrotwürfeln bedeckt, dann mit selbstgemachtem Zitronen-Olivenöl beträufelt und anschließend im Ofen überbacken. Das verleiht ihr ordentlich Biss und den nötigen Crunch. Getoppt von ein wenig veganem Parmesan.

Das perfekte Februargericht

Für mich das perfekte Februargericht! Denn den Kohl und die weiteren frischen Zutaten kann man jetzt noch saisonal erwerben. Und die restlichen Zutaten sind konserviert und dadurch lange haltbar.

Zutaten für ca. 6 Portionen Ribollita:

Suppe:

1 große Zwiebel, gewürfelt
2 Selleriestangen, fein gewürfelt
2 Karotten, fein gewürfelt
7 Knoblauchzehen, fein gehackt
Ca. 15 Stängel Schwarzkohl (Toskanischer Kohl), in mundgerechten Stücken
1 große Dose (800 g) eingekochte Tomaten, ganz
1 großes Glas (500 g Abtropfgewicht) weiße Canellini Bohnen
1300 ml Brühe
1 EL Tomatenmark
1/2 Laib Weißbrot, vom Vortag, altbacken
Salz
1/2 TL Chiliflocken
3 Zweige Thymian
1 TL Fenchelsamen
1 Lorbeerblatt
Olivenöl

Ca. 50 g veganer Parmesan

Zitronen-Olivenöl:

200 ml Olivenöl
1/2 Zitrone (Bio, unbehandelt), nur die Schale, in Streifen
3 Knoblauchzehen, in Scheiben
1 Thymianzweig

Zubereitung:

Zitronen-Olivenöl:

Ich fange mit dem Zironen-Olivenöl an. Damit das Öl gut durchziehen und dabei ordentlich Geschmack entwickeln kann.
Dafür alle Zutaten miteinander vermengen und das fertige Zitronenöl für eine Nacht in den Kühlschrank stellen.

Italienische Suppe:

Die Dose Tomaten in einem Sieb abgießen und die Tomaten ausdrücken. Den Tomatensaft dabei in einer Schüssel auffangen, der kommt später auch in die Suppe.

Das Weißbrot in mundgerechte Stücke zupfen.

Etwas Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Dabei darauf achten, dass der Topf keine Plastikteile hat, da er später noch in den Ofen kommt.
Zwiebeln, Sellerie, Karotten und Knoblauch in dem heißen Olivenöl anbraten. Sobald alles schön glasig gebraten und leicht bräunlich geworden ist, die abgegossenen Tomaten und das Tomatenmark hinzu geben. Ebenfalls unter Rühren anbraten.

Den Backofen auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen.

Nach dem Anbraten, die Ribollita Suppe mit der Brühe und dem aufgefangenen Tomatensaft aufgießen. Zum Kochen bringen, Lorbeer, Fenchelsamen, Chiliflocken und Thymian hinein geben. Anschließend für 10 Minuten köcheln lassen. Dann auch den Kohl hinzu geben. Sobald er welk und geschrumpft ist auch die Canellini Bohnen einrühren. Für 5 Minuten köcheln lassen.

Die Canellini Bohnen könnt Ihr natürlich auch verpackungssparend getrocknet kaufen und entsprechend vorgaren. Sie sollten schon gründlich weich gekocht sein, bevor sie in die Suppe wandern. Wie bei allen Hülsenfrüchten, kocht man diese in ungesalzenem Wasser weich.

Etwa 2/3 von dem Brot in die Supe rühren, kurz einköcheln.
Mit Salz abschmecken.

Dann die Suppe vom Herd nehmen. Das restliche Brot auf die Suppe geben, so dass diese gut damit bedeckt ist. Das Brot auf der Suppe großzügig mit Zitronen-Olivenöl beträufeln. Nun die Suppe im Topf für 10-15 Minuten im Ofen überbacken.

Die heiße Suppe auf Schüsseln verteilen und frisch geriebenen, veganen Parmesan darüber streuen. Erneut mit Zitronen-Olivenöl beträufeln und sofort servieren.

Guten Appetit!

Tipp:

Wenn Ihr die Suppe als Mahlzeit für mehrere Tage vokochen wollt, überbackt sie nach und nach mit den Brotwürfeln. Aufgewärmt schmecken Bohneneintöpfe ohnehin am besten! Daher eignet sich auch dieser vegane Eintopf bestens für Mealprep und die pflanzliche Feierabendküche.

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Ribollita - Bohnensuppe mit Schwarzkohl aus der Toskana
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