Waldmeister. Hier lernst Du alle Bestimmungsmerkmale und Wichtiges zum Vorkommen und Habitat. Außerdem Verwechslungsgefahren und eventuelle, giftige Doppelgänger. Außerdem gibt es unten auf dieser Seite köstliche Rezepte mit Waldmeister.

Waldmeister -seit Jahrhunderten für sein Aroma geschätzt

Auch Wohlriechendes Labkraut genannt, wird das Wildkraut seid Jahrhunderten wegen seines einzigartigen Aromas geschätzt und genutzt. Waldmeister wird aber nicht nur als Würzpflanze, sondern auch in der Naturheilkunde verwendet.

In der Industrie wird Waldmeistergeschmack künstlich hergestellt

In der Lebensmittelindustrie wird Waldmeisteraroma in der Regel künstlich hergestellt. Das kommt geschmacklich, meiner Meinung nach, aber nie ganz an das echte heran.

Andere Namen für Waldmeister

Regional wird das Würzkraut auch Waldmeier, Zehrkraut, Herzensfreund, Waldmutterkraut, Waldtee, Mäserich, Sternleberkraut oder Maienkraut genannt.

Maibowle - Zubereitung
Ansetzen einer Maibowle

Waldmeister finden, richtig bestimmen und verwenden

In den folgenden Abschnitten findest Du alles was Du über das duftende Wildkraut wissen musst. Wo Du es findest, wie Du es bestimmst, womit man Waldmeister verwechseln kann und wie man ihn richtig zubereitet. Natürlich mit leckeren Rezepten für Waldmeistersirup, Waldmeistertorte, Waldmeistereis und Maibowle.

Und hier auch ein ausführliches Bestimmungsvideo. Abonniere gerne meinen YouTube-Kanal, um nichts zu verpassen.

Welche Pflanzenteile kann ich verwenden?

Die ganzen Blätter und Stängel

Waldmeister sollte man jedoch nur bis zur Blüte verwenden, danach verliert er sein Aroma.

Wann finde ich Waldmeister?

Das Wildkraut ist zwar von Frühjahr bis Herbst als grüne Pflanze zu finden, er sollte jedoch im April oder Mai geerntet werden. Je nach Standort liegt die Blütezeit zwischen April und Juni. Mit der Blüte verliert Waldmeister sein Aroma und es bildet sich mehr Cumarin, ein Giftstoff, der Kopfschmerzen auslöst, in der Pflanze.

Wie sieht Waldmeister aus?

Waldmesiter wächst als überwinternd grüne Pflanze, gerne in großen Mengen, da er sich auch vegetativ über die Stängel vermehren kann.
Es wird dabei bis zu 30 cm hoch, manchmal auch höher.

Der Stängel ist kantig und mit Blattquirlen besetzt. Diese haben je 6-8 längliche, lanzettige, leicht raue Blätter, mit einem Knick in der Mitte.

Beim Zerreiben der Blätter steigt einem der typische Waldmeistergeruch in die Nase.

An den Spitzen der Stängel bilden sich kleine, weiße, doldenartige Blüten.

Womit kann ich Waldmeister verwechseln?

Waldmeister kann leicht mit verschiedenen Labkräutern verwechselt werden. Diese haben aber einen anderen Geruch, sind aber nicht giftig.
A weitesten verbreitet ist dabei das Klettige Labkraut. Das hat einen ähnlichen Wuchs, duftet aber nicht so schön und es haftet gerne an der Kleidung oder an anderen Oberflächen.

Wo finde ich Waldmeister?

Das Wildkraut wächst an halbschattigen bis schattigen Standorten in eher feuchten, nährstoffreichen Laubwäldern mit kalkhaltigem Boden.

Herrlich erfrischend!
Herrlich erfrischend als Sirup!

Was kann ich mit Waldmeister machen?

Waldmeister ist ganz vielseitig einsetzbar, in der Küche und in der Naturheilkunde.

Aufpassen mit Cumarin im Waldmeister

In trockenem und welken Zustand setzt die Pflanze Cumarin frei, das verursacht den typischen Waldmeistergeruch. Das Cumarin hat eine leicht anregende Wirkung, zu viel davon kann allerdings auch Benommenheit und Kopfschmerzen auslösen.

Waldmeister in der Naturheilkunde

In der Natuerheilkunde wird Waldmeister gefäßerweiternd, entzündungshemmend und krampflösend eingesetzt. In der Pflanzenheilkunde wird das Kraut beispielsweise gegen Migräne, Kopfschmerzen und Schlafstörungen eingesetzt.

Die Pflanze im Haushalt

Man kann die Pflanze auch sehr gut als Wäscheduftsäckchen getrocknet in den Schrank hängen. Dadurch werden Insekten ferngehalten.

Waldmeister für Tee trocknen

Für den Tee einen gehäuften Teelöffel der getrockneten Blätter mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen.
Am besten trocknet man die Pflanze im Dörrautomat, auf einer Heizung oder im auf 50°C beheizten Backofen. Wichtig dabei ist, die Pflanz vollständig durchzutrocknen, und die grotckneten Stängel danach luftdicht aufzubewahren. Das geht zum Beispiel sehr gut in einem Schraubglas. So wird sichergestellt, dass sich kein Schimmel bilden kann.

Rezepte mit Waldmeister

Am Besten sind allerdings die leckeren Rezepte mit der schmackhaften Pflanze aus dem Wald.

Grüne Maitorte mit leckerem Waldmeister
Grüne Maitorte

Hier einige leckere Rezeptideen auf Daily Vegan mit Waldmeister zum Nachkochen:

Du willst mehr über Wildkräuter im Frühjahr erfahren?

Hier geht es zu meinem kleinen Wildkräuterlexikon. Darin findest Du viele, leckere Wildkräuter für die Verwendung in der Küche. Mit allen Bestimmungsmerkmalen, Verwechslungsgefahren, Informationen zum Habitat und natürlich mit vielen leckeren Rezepten.

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