Fichtenspitzengelee, eine einfache, aber dafür umso köstlichere Delikatesse aus dem Wald. Im Mai, wenn die Fichten austreiben, bilden sie leuchtend hellgrüne, kleine Triebe. Diese sind süß-säuerlich aromatisch, mit einem Hauch Fichtenduft. Die Triebe enthalten viel Vitamin C und man kann sie auch mal roh snacken, wenn man an einer Fichte vorbei läuft.
Mein Rezept für Fichtenspitzengelee (Maiwipferlgelee) ist ganz einfach. Du brauchst nur 3 Zutaten und musst nicht besonders gut kochen können. Nur etwas Fleiß ist gefragt beim Sammeln der Fichtenspitzen. Aber auch das geht schneller als man anfangs denkt.

Fichtenspitzengelee schmeckt zu süßen und herzhaften Speisen
Fichtenspitzengelee schmeckt nicht nur super auf Brot und Brötchen, auch als Süße für Salatdressing oder in der Lasur eines Seitanbratens verleiht es ein herrliches Aroma. Mir schmeckt Maiwipferlgelee auch prima in veganem Joghut mit etwas Obst oder um Porridge zu süßen.

Auch Tannenspitzen sind für dieses Waldgelee geeignet
Solltest Du eine Tanne haben, zum Beispiel ausgepflanzt vom letzten Weihnachtsbaum, kannst Du alternativ auch Tannenspitzengelee nach diesem Rezept kochen. Das schmeckt fast gleich. Junge Fichten- und Tannenspitzen werden auch Maiwipferl genannt. Und man kann beide gleichermaßen in der Küche nutzen.
Probiert doch auch mal herzhafte Gerichte mit Fichtenspitzen, wie mein Fichtenspiztensalz oder Fichtenspitzenpesto.
Wenn Ihr es eher süß liebt, kann ich Euch auch meinen Fichtenspitzenhonig ganz, ganz dringend empfehlen.

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Fichtenspitzengelee – die Zubereitung auf Fotos
Auf den folgenden Bildern siehst Du Schritt für Schritt wie ich meine Fichtenspitzen zu Gelee verarbeite. Danach geht es direkt weiter mit dem Rezept.



Fichtenspitzengelee, hole Dir den Wald aufs Brot
Gang: Frühstück, Zutaten, SpeisekammerKüche: Wald, ForagingSchwierigkeit: Einfach50
Portionen5
Minuten10
Minuten15
MinutenFichtenspitzengelee (Maiwipferlgelee), eine einfache, aber dafür umso köstlichere Delikatesse aus der Waldküche.
Zutaten für ca. 1,3 l Fichtenspitzengelee
400 g Maiwipferl (Fichtenspitzen, alternativ Tannenspitzen)
3 Scheiben Zitrone (Bio, unbehandelt)
600 g Gelierzucker 2:1
1000 ml Wasser
- Küchenutensilien:
Kochmesser
Küchenwaage
Schüsseln
Sieb
Abseihtuch
Kochtopf
3-4 Schraubgläser
Zubereitung
- Gelee einkochen geht ganz einfach. Zuerst das Wasser mit den Fichtenspitzen in einen Kochtopf geben und mit Deckel aufkochen lassen.
- Für ungefähr 30 Minuten mit Deckel leicht weiter köcheln lassen. Dabei sollte das Wasser nur leicht simmern und nicht sprudelnd kochen.
- Dann vom Herd nehmen und die Zitronenscheiben in den heißen Fichtenspitzensud geben. Mindestens 12 Stunden mit Deckel ziehen lassen. Ihr könnt den Sud bequem abends nach dem Ernten vorbereiten und im Laufe des nächsten Tages weiterverarbeiten.
- Den Fichtenspitzensud abseihen. Dafür könnt Ihr ein Abseihtuch nehmen oder ein einfaches Geschirrtuch aus der Küche. Dieses legt Ihr in ein Sieb über einem zweiten Topf und fangt den Sud auf. Dabei das Tuch ruhig kräftig ausdrücken, damit Ihr möglichst viel Flüssigkeit und alle Aromen auffangt.
- Nun den Gelierzucker einrühren. Aufkochen und ca. 5 Minute köchlen lassen. Anschließend eine Gelierprobe durchführen. Dafür gebt Ihr ein paar Tropfen Maiwipferlgelee auf einen kalten Teller. Wenn diese gelieren, ist das Gelee fertig. Ansonsten noch einige Minuten weiter kochen und die Gelierprobe wiederholen.
- Kochend heiß in keimfreie, ausgekochte Gläser abfüllen und diese sofort verschließen!
- Vollständig abkühlen lassen und genießen. Fest verschlossen hält der Fichtenspitzensirup mindestens ein Jahr.
Guten Appetit!





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