Posts Tagged ‘ernten’

Apfelkompott oder Apfelmus, flink geerntet und gekocht

Heute mal No Budget Kochen mit selbst gesammelten Äpfeln!
Langsam wird es kĂŒhler, der Winter ist nicht mehr fern und ich liebe es, wĂ€hrend der kalten Monate in meinen VorrĂ€ten auf mein Erntejahr zurĂŒck blicken zu können. In Form von Marmeladen, KrĂ€uterpestos, Löwenzahnhonig und anderem Eingekochten. Und da ich letzte Woche viel zu viele Äpfel geerntet habe, kommt jetzt auch mein ganz einfaches Apfelkompott, bzw. Apfelmus dazu.
Kinderleicht und schnell gekocht. Ein leckerer Nachtisch pur, aber auch fantastisch kombinierbar mit Eierkuchen, Desserts oder in saftigen Apfelkuchen.

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Chicken of the Woods – das Huhn des Waldes

Ich war Sonntag Kanu fahren und fand ihn dabei zufĂ€llig an einer alten Weide am Uferrand: den Chicken of the Woods. Im Englischen Sprachraum wird dieser Pilz tatsĂ€chlich so bezeichnet, hier setzt er sich als ‘Huhn des Waldes’ auch langsam durch. Die Rede ist vom Schwefelporling.
Zum GlĂŒck konnte man bei der Weide gut anlegen und es waren auch einige junge Expemplare des Pilzes vorhanden. Ich kam mir etwas schrullig vor, mit meinem Boot, einem kleinem Messer und einem kleinen Korb bewaffnet, die auffĂ€llig gelb leuchtenden Baumpilze zu ernten. Andere Wassersportler beĂ€ugten mich auch etwas ratlos dabei.
Ich habe hier zwei Rezepte fĂŒr Euch, eins einfach gebraten und eins fĂŒr Chicken of the Woods Nuggets.

Im April und Mai kann man den Schwefelporling von alten Weiden und ObstbĂ€umen ernten. Wie alle Baumpilze, ist der Befall fĂŒr den Baum kein schönes Zeichen und zeigt an, dass der Baum in den nĂ€chsten Jahren verenden wird. FĂŒr Pilzfreunde, insbesondere Veganer, die HĂŒhnchen vermissen, jedoch ein echter GlĂŒcksfund. Richtig zubereitet bekommt man hier ein köstliches, fleischiges Gericht. Dazu benötigt Ihr junge Pilze, die noch einen wulstigen Rand haben, der noch nicht ausfranst und die schön weiches, aber festes, jodoch kein trockenes Fleisch haben. SpĂ€ter schmecken die Pilze nicht mehr.

Den Schwefelporling erkennt man an seiner auffĂ€llig gelben Farbe, die leicht ins orange geht. SpĂ€ter, wenn er alt ist, ins weißliche. Außerdem kann man ihn an seinen leuchtend zitronengelben Poren auf der Unterseite identifizieren. Aus meiner Sicht unverwechselbar, soll es aber schon Verwechselungen mit anderen geschmacklosen, aber harmlosen Baumpilzen gegeben haben. Allerdings auch mit dem hochgiftigen Zimtfarbenen Weichporling. Dieser ist jedoch rötlich-brĂ€unlich Zimt-farben, sehr selten und reagiert im Kontakt mit Laugen mit einer violetten FĂ€rbung. Wenn Ihr also ganz sicher gehen wollst: gebt etwas Lauge auf eine kleine Stelle der Poren Eures Fundes.
Der leckere Schwefelporling wĂ€chst teilweise auch an giftigen BĂ€umen wie Goldregen, Eibe oder Robinie. Keinesfalls darf man ihn davon ernten, da die Giftstoffe des Baumes sich in die Baumpilze ĂŒbertragen. Das kann insbesondere beim Goldregen zu schweren Vergiftugnen fĂŒhren. Mit ObstbĂ€umen und Weiden seid Ihr auf der sicheren Seite. Ihr mĂŒsst hier also nicht nur etwas Pilz- sondern auch Baumkundig sein.

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Pellkartoffeln mit Giersch-Gundermann-Quark

Überall sprießen sie gerade, die KrĂ€uter. Und ich liebe es sie zu sammeln und zu verarbeiten. Das macht den FrĂŒhling gleich drei mal schöner und aufregender! Die DĂŒfte und Aromen frisch gepflĂŒckter KrĂ€uter sind einfach unĂŒbertrefflich.
Viele KrĂ€uter haben zusĂ€tzlich noch eine gesundheitsfördernde oder heilende Wirkung. So wie der Giersch, den GĂ€rtnern mindestens so verhasst wie die Brennnessel, sagt man ihm nach, gut bei Gicht und Athrose zu wirken. Mit seinem Petersilien-Ă€hnlichen Geschmack kann man ihn toll in Suppen geben, oder wie ich in einen KrĂ€uterquark. Auch den hĂŒbschen, kleinen Gundermann fĂŒge ich dem Quark hinzu, denn sein wĂŒrziger Geschmack passt wunderbar zu Pellkartoffeln. Auch optisch wertet Gundermann alles mit seinen feinen, lila BlĂŒten auf.

Beide KrÀuter findest Du derzeit in Massen an WegesrÀndern und an Wiesen.
Giersch solltest Du jedoch wirklich kennen, da es einige Giftpflanzen gibt, die eine gewisse Ähnlichkeit damit aufweisen. Gundermann kann man nur schwer mit giftigen Pflanzen verwechseln.

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Brennnessel-Maultaschensuppe aus der Natur

Ich habe das schöne, sommerliche Wetter genutzt, um hinaus in die Natur zu fahren. Dort habe ich die ersten FrĂŒhlingskrĂ€uter gesammelt. Unter anderen frische, junge Brennnesseln.
Damit ich mich nicht daran verbrenne, habe ich dicke Gummihandschuhe beim Ernten angezogen und dann die BlÀtter mit einer Schere abgeschnitten.
Junge Brennnesseln haben nicht nur einen herrlich aromatischen Geschmack, sondern sind als FrĂŒhjahrsgemĂŒse auch reich an Flavonoiden, Mineralstoffen wie Magnesium, Kalzium und Silizium, Vitamin A und C (ca. zweimal mehr Vitamin C als Orangen), sowie Eisen. Außerdem hat die getrocknete Brennnessel einen Eiweißanteil von etwa 30 Prozent.
Ausgesprochen lecker finde ich Brennnesseln als FĂŒllung von Maultaschen, insbesondere in meiner köstlichen Brennnessel-Maultaschensuppe.

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Steinpilz-Risotto mit frischen Steinpilzen

Ich habe gestern den Feiertag und Sonnenschein genutzt und bin wieder in die Pilze gefahren. Inzwischen kenne ich bei Hamburg ein paar gute Stellen fĂŒr Steinpilze und Maronenröhrlinge und somit wurde es eine erfolgreiche Ernte.
Abends habe ich dann dieses leckere Risotto gekocht. Abgesehen von den frisch geernteten Pilzen hatte ich alle Zutaten im Vorratsschrank. Und nachdem die Pilze geputzt sind, kocht sich dieses Essen fast von selbst. Genau das Richtige nach einem Tag im Wald!

Wenn Du Dich mit Pilzen nicht auskennst oder nicht zum Sammeln kommst, das Risotto schmeckt auch mit Champignons aus dem Supermarkt.

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Schlehen-Gelee


Hier wieder etwas zum selber ernten und verarbeiten. Ich liebe den Herbst dafĂŒr!
Die Schlehe, oder auch Schlehdorn, gehört zu den Kernobst-GewĂ€chsen. Ihre FrĂŒchte sind roh vom Baum sauer, bitter und ungenießbar, verabeitet haben sie jedoch einen sehr leckeren, eigenen Geschmack.
Die Schlehe ist der wichtigste Nahrungsgeber fĂŒr viele Tierarten, aber auch der Mensch sammelte bereits in der Steinzeit SchlehenfrĂŒchte in Mitteleuropa. Aus ihnen sind die heutigen Zwetschen und Pflaumen entstanden.

Morgen gibt es ein weiteres Schlehen-Rezept. Falls Du heute ernten gehst, pflĂŒcke doch gleich 300g mehr, die auch ins TiefkĂŒhlfach mĂŒssen.

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