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Chicken of the Woods – das Huhn des Waldes

Ich war Sonntag Kanu fahren und fand ihn dabei zufällig an einer alten Weide am Uferrand: den Chicken of the Woods. Im Englischen Sprachraum wird dieser Pilz tatsächlich so bezeichnet, hier setzt er sich als ‚Huhn des Waldes‘ auch langsam durch. Die Rede ist vom Schwefelporling.
Zum Glück konnte man bei der Weide gut anlegen und es waren auch einige junge Expemplare des Pilzes vorhanden. Ich kam mir etwas schrullig vor, mit meinem Boot, einem kleinem Messer und einem kleinen Korb bewaffnet, die auffällig gelb leuchtenden Baumpilze zu ernten. Andere Wassersportler beäugten mich auch etwas ratlos dabei.
Ich habe hier zwei Rezepte für Euch, eins einfach gebraten und eins für Chicken of the Woods Nuggets.

Im April und Mai kann man den Schwefelporling von alten Weiden und Obstbäumen ernten. Wie alle Baumpilze, ist der Befall für den Baum kein schönes Zeichen und zeigt an, dass der Baum in den nächsten Jahren verenden wird. Für Pilzfreunde, insbesondere Veganer, die Hühnchen vermissen, jedoch ein echter Glücksfund. Richtig zubereitet bekommt man hier ein köstliches, fleischiges Gericht. Dazu benötigt Ihr junge Pilze, die noch einen wulstigen Rand haben, der noch nicht ausfranst und die schön weiches, aber festes, jodoch kein trockenes Fleisch haben. Später schmecken die Pilze nicht mehr.

Den Schwefelporling erkennt man an seiner auffällig gelben Farbe, die leicht ins orange geht. Später, wenn er alt ist, ins weißliche. Außerdem kann man ihn an seinen leuchtend zitronengelben Poren auf der Unterseite identifizieren. Aus meiner Sicht unverwechselbar, soll es aber schon Verwechselungen mit anderen geschmacklosen, aber harmlosen Baumpilzen gegeben haben. Allerdings auch mit dem hochgiftigen Zimtfarbenen Weichporling. Dieser ist jedoch rötlich-bräunlich Zimt-farben, sehr selten und reagiert im Kontakt mit Laugen mit einer violetten Färbung. Wenn Ihr also ganz sicher gehen wollst: gebt etwas Lauge auf eine kleine Stelle der Poren Eures Fundes.
Der leckere Schwefelporling wächst teilweise auch an giftigen Bäumen wie Goldregen, Eibe oder Robinie. Keinesfalls darf man ihn davon ernten, da die Giftstoffe des Baumes sich in die Baumpilze übertragen. Das kann insbesondere beim Goldregen zu schweren Vergiftugnen führen. Mit Obstbäumen und Weiden seid Ihr auf der sicheren Seite. Ihr müsst hier also nicht nur etwas Pilz- sondern auch Baumkundig sein.

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Pellkartoffeln mit Giersch-Gundermann-Quark

Überall sprießen sie gerade, die Kräuter. Und ich liebe es sie zu sammeln und zu verarbeiten. Das macht den Frühling gleich drei mal schöner und aufregender! Die Düfte und Aromen frisch gepflückter Kräuter sind einfach unübertrefflich.
Viele Kräuter haben zusätzlich noch eine gesundheitsfördernde oder heilende Wirkung. So wie der Giersch, den Gärtnern mindestens so verhasst wie die Brennnessel, sagt man ihm nach, gut bei Gicht und Athrose zu wirken. Mit seinem Petersilien-ähnlichen Geschmack kann man ihn toll in Suppen geben, oder wie ich in einen Kräuterquark. Auch den hübschen, kleinen Gundermann füge ich dem Quark hinzu, denn sein würziger Geschmack passt wunderbar zu Pellkartoffeln. Auch optisch wertet Gundermann alles mit seinen feinen, lila Blüten auf.

Beide Kräuter findest Du derzeit in Massen an Wegesrändern und an Wiesen.
Giersch solltest Du jedoch wirklich kennen, da es einige Giftpflanzen gibt, die eine gewisse Ähnlichkeit damit aufweisen. Gundermann kann man nur schwer mit giftigen Pflanzen verwechseln.

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Brennnessel-Maultaschensuppe aus der Natur

Ich habe das schöne, sommerliche Wetter genutzt, um hinaus in die Natur zu fahren. Dort habe ich die ersten Frühlingskräuter gesammelt. Unter anderen frische, junge Brennnesseln.
Damit ich mich nicht daran verbrenne, habe ich dicke Gummihandschuhe beim Ernten angezogen und dann die Blätter mit einer Schere abgeschnitten.
Junge Brennnesseln haben nicht nur einen herrlich aromatischen Geschmack, sondern sind als Frühjahrsgemüse auch reich an Flavonoiden, Mineralstoffen wie Magnesium, Kalzium und Silizium, Vitamin A und C (ca. zweimal mehr Vitamin C als Orangen), sowie Eisen. Außerdem hat die getrocknete Brennnessel einen Eiweißanteil von etwa 30 Prozent.
Ausgesprochen lecker finde ich Brennnesseln als Füllung von Maultaschen, insbesondere in meiner köstlichen Brennnessel-Maultaschensuppe.

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Steinpilz-Risotto mit frischen Steinpilzen

Ich habe gestern den Feiertag und Sonnenschein genutzt und bin wieder in die Pilze gefahren. Inzwischen kenne ich bei Hamburg ein paar gute Stellen für Steinpilze und Maronenröhrlinge und somit wurde es eine erfolgreiche Ernte.
Abends habe ich dann dieses leckere Risotto gekocht. Abgesehen von den frisch geernteten Pilzen hatte ich alle Zutaten im Vorratsschrank. Und nachdem die Pilze geputzt sind, kocht sich dieses Essen fast von selbst. Genau das Richtige nach einem Tag im Wald!

Wenn Du Dich mit Pilzen nicht auskennst oder nicht zum Sammeln kommst, das Risotto schmeckt auch mit Champignons aus dem Supermarkt.

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Schlehen-Gelee


Hier wieder etwas zum selber ernten und verarbeiten. Ich liebe den Herbst dafür!
Die Schlehe, oder auch Schlehdorn, gehört zu den Kernobst-Gewächsen. Ihre Früchte sind roh vom Baum sauer, bitter und ungenießbar, verabeitet haben sie jedoch einen sehr leckeren, eigenen Geschmack.
Die Schlehe ist der wichtigste Nahrungsgeber für viele Tierarten, aber auch der Mensch sammelte bereits in der Steinzeit Schlehenfrüchte in Mitteleuropa. Aus ihnen sind die heutigen Zwetschen und Pflaumen entstanden.

Morgen gibt es ein weiteres Schlehen-Rezept. Falls Du heute ernten gehst, pflücke doch gleich 300g mehr, die auch ins Tiefkühlfach müssen.

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Weißdorn-Likör

Weißdorn-Likör, und Weißdorn im Allgemeinen, soll sich positiv auf Herz und Kreislauf und gegen Stress auswirken.

Die roten Beeren finden sich an Weißdorn-Sträuchern an Wegesrändern. Sie sind sehr häufig und können leicht geerntet werden.

Weißdorn-Likör hat einen ganz eigenen Geschmack, den ich in diesem Rezept noch mit Gewürzen unterstreiche. So ergibt sich ein herrliches Likörchen für kalte Wintertage.

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